
| 3 : 1 | 
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SPIELANALYSEWerder musste Torjäger Ailton (Muskelfaserriss) ersetzen. Für ihn bekam der kanadische Vertragsamateur Paul Stalteri eine Chance. Energie-Trainer Eduard Geyer hatte da weit mehr Sorgen. Mit Vata, Akrapovic und Sebök fehlten wichtige Defensiv-Leute. So bekam der 20jährige Kevin McKenna erstmals eine Chance im Profikader und sollte als Libero gleich für Ordnung im Abwehrzentrum sorgen.
Direkt mit dem Anpfiff legten die Hausherren die Rollenverteilung fest. Werder griff an, Energie konzentrierte sich auf die Abwehrarbeit. Schon nach 15 Sekunden wurde es vor dem FCE-Tor erstmals brandgefährlich, als Marco Bode im Fallen Piplica prüfte. In der Folgezeit kamen die Lausitzer nie so richtig in Tritt. Das erkämpfte Bälle durch Fehlpässe oder unnötige Befreiungsschläge schnell wieder abgegeben wurden, brachte nur selten Verschnaufpausen für die Defensive. Auch als Miriuta mit einem genial geschossenen Freistoß die überraschende Führung für den Aufsteiger erzielte, änderte sich nichts am Spielverlauf. Werder spielte weiter seine Überlegenheit aus und war vor allem im Flügelspiel kaum zu bremsen. Die Bremer erarbeiteten sich mehr und mehr Freiräume und wirbelten die Cottbuser Abwehr durcheinander. Auch die Umstellungen nach gut 20 Minuten, als Latoundji nach hinten beordert wurde um Tjikuzu zu stören und Tzvetanov die Bewachung von Herzog übernahm, brachten keine Besserung. Schon wenige Minuten nach dem 0:1 stand Stalteri bei einem Pass von Baumann allein und schob die Kugel ins Netz. Lediglich Schiedsrichter Stark verhinderte hier den Ausgleich, da er den Vorteil zurückpfiff. In der 34. Minute genoss der Kanadier ein weiteres Mal seine Freiräume. Diesmal fand sein Tor nach klugem Zuspiel von Skripnik auch die Anerkennung des Unparteiischen. Die Hoffnung der 2.000 Energie-Fans, wenigstens dieses Resultat in die Pause zu retten, fand Sekunden vor dem Halbzeitpfiff ein Ende. Österreichs Nationalspieler Andreas Herzog flankte von links, Deutschlands Nationalspieler Marco Bode bedankte sich für die Tatsache im Umkreis von fünf Metern lediglich seinen Kollegen Stalteri vorzufinden und köpfte aus zwei Metern zur Führung ein.
Nach der Pause versuchte die Energie-Elf nach vorn zu spielen. Doch gegen die sicher und unterkühlt agierenden Bremer gelang nicht viel. Lediglich Vasile Miriuta gelang es ein ums andere Mal sich von Eilts zu lösen und die Fäden zu ziehen. Doch vorn war gegen die Viererkette der Nordlichter für Labak und Franklin und später für Horvath und Helbig nicht viel zu holen. Auch als die Hansestädter mehr und mehr die Zügel schleifen liessen, reichte es aus um die Energie-Elf in Schach zu halten. Ein glückliches Tor durch den Peruaner Claudio Pizarro nach einem Verlegenheitsanspiel von Eilts entschied die Partie zwanzig Minuten vor dem Ende endgültig. Auch wenn die Cottbuser danach durch die Hereinnahme von Toni Micevski mehr an Sicherheit gewannen und durch Laurentiu-Aurelian Reghecampf noch eine gute Chance verbuchen konnten, blieb der erste Bundesliga-Auftritt eine Lehrstunde. |
| Tore |
0:1 Miriuta (16.)
1:1 Stalteri (34.)
2:1 Bode (45.)
3:1 Pizarro (70.) |
| Aufstellungen |
| SV Werder Bremen |
Rost - Tjikuzu, Baumann, Verlaat, Skripnik - Eilts (72. Frings), Wicky, Herzog, Bode (76. Trares) - Pizarro, Stalteri (81. Bogdanovic) Trainer: Schaaf |
| FC Energie Cottbus |
Piplica - McKenna - Beeck, Mátyus - Reghecampf, Tzvetanov, Thielemann, Miriuta, Latoundji - Franklin, Labak Trainer: Eduard Geyer |
| Auswechslungen |
| SV Werder Bremen |
| 72. Frings für Eilts, 76. Trares für Bode, 81. Bogdanovic für Stalteri |
| FC Energie Cottbus |
| 50. Horvath für Labak, 67. Helbig für Franklin, 76. Micevski für McKenna |
| Gelbe Karten |
| SV Werder Bremen | FC Energie Cottbus |
Eilts
Pizarro
Verlaat | Beeck
Franklin
McKenna
Tzvetanov |
| Gelb-Rote Karten |
| SV Werder Bremen | FC Energie Cottbus |
| - | - |
| Rote Karten |
| SV Werder Bremen | FC Energie Cottbus |
| - | - |
| Informationen zum Spiel |
Anstoß: 13.08.2000 15:30
Stadion: Weserstadion
Zuschauer: 30.660
Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
Assistenten: |
| Trainerstimmen |
| Schaaf |
| Wir haben nach dem frühen Rückstand nicht die Ruhe verloren, das war sehr positiv. Nur im Abschluss hat es zunächst nicht so recht gepasst. Meine Mannschaft war ständig bemüht, eine gute Leistung anzubieten. |
| Eduard Geyer |
| Der Sieg für Werder Bremen geht in Ordnung. Wir waren zu nervös und zu brav, in vielen Situationen fehlte der Biss. Insgesamt war dieses Bundesliga-Debüt ein lehrreicher Anschauungsunterricht für uns |
| Wertung |
| Note 4 |
| Von Anfang an präsentierte sich die Cottbuser Hintermannschaft hektisch und überfordert. Auch die FCE-Führung durch Miriuta gab keine Sicherheit. Werder liess sich nie aus dem Konzept bringen und drehte das Spiel noch vor der Pause. In der zweiten Halbzeit liessen die Bremer die Zügel zeitweise schleifen, was den verdienten Sieg aber nie gefährdete. | | Top |
| Gut 2.000 Energie-Fans liessen sich die Stimmung beim ersten Bundesliga-Auftritt des FCE nicht nehmen. Über die gesamte Spielzeit standen sie hinter ihrer Mannschaft und zeigten sich auch nach dem Spiel als wahre Fans. Statt Pfiffen gab es aufmunternde Gesänge für das eigene Team. | | Flop |
| Im Weserstadion wurde jede von selbst aufkommende Stimmung durch das Einspielen von Jingles unterdrückt. Sind solche Kommerztempel die Zukunft des deutschen Fußballs? |
| Der weitere Spieltag |
| Borussia Dortmund - FC Hansa Rostock | 1:0 | | 1. FC Kaiserslautern - VfL Bochum | 0:1 | | Bayer Leverkusen - VfL Wolfsburg | 2:0 | | Hamburger SV - TSV 1860 München | 2:2 | | FC Bayern München - Hertha BSC | 4:1 | | SC Freiburg - VfB Stuttgart | 4:0 | | FC Schalke 04 - 1. FC Köln | 2:1 | | Eintracht Frankfurt - SpVgg. Unterhaching | 3:0 | |