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2. Bundesliga, Saison 2004/05

Erneut wollten die Cottbuser oben angreifen und nahmen den Aufstieg erneut ins Visier. Energie startete mit einem der höchsten Liga-Etats in die Saison und hatte den Kader namhaft verstärkt. Entsprechend der Erwartungen starteten die Rot-Weißen, rutschten aber ebenso schnell in eine schwere Krise und damit auf die Abstiegsränge. Als Alemannia Aachen am 14. Spieltag als erste Mannschaft alle drei Punkte aus dem Stadion der Freundschaft entführen konnte war es um Eduard Geyer geschehen. Nach mehr als neun Jahren auf der FCE-Trainerbank waren seine Tage gezählt. Neuer Teamleiter wurde Co-Trainer Petrik Sander, der die Mannschaft zumindest auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern ließ.
Im Frühjahr startete Energie mit neuem Elan in die zweite Halbserie, arbeitete sich minimalistisch nach vorn. Als alles gerettet schien - nur noch einen Sieg benötigte Energie aus den letzten vier Spielen - brach das auf wackligen Füßen stehende Gebilde "Energie Cottbus" zusammen. Gerangel in der Vereinsführung, Rücktritte von Manager und Präsident gingen nicht spurlos an der Mannschaft vorbei. Energie taumelte wehrlos in den Abgrund. Auch am letzten Spieltag verpasste es Energie, sich zu retten - blieb aber trotz eigener 3:2-Niederlage in Karlsruhe dank eines einzigen Treffers Differenz gegenüber Eintracht Trier in der Liga. Der kollektive Schockzustand der ganzen Region hat die Köpfe der Energie-Anhänger genauso wie die der Mannschaft und Führung gereinigt.

  


Gesprächsbedarf zwischen Fans und Mannschaft (hier Steffen Baumgart).


Seuchenjahr. Am Ende zog Energie - dank fremder Hilfe - den Kopf aus der Schlinge und blieb dem Profifußball erhalten.

     
Fakten:
  • Die meisten Spiele absolvierten Daniel Gunkel und Adrian Iordache (je 32) - letzterer absolvierte davon jedoch nur sieben über die komplette Distanz.
  • Auf die kürzeste Einsatzzeit brachte es der Neuseeländer Brent Fisher - er stand bei zwei Einsätzen insgesamt nur 13 Minuten auf dem Platz
  • mit 35 Toren war der Energie-Sturm ein laues Lüftchen - nur Rot-Weiß Erfurt (34 Tore) war schwächer
  • Bei der 3:5-Heimpleite gegen Köln kassiert Energie erstmals seit 1987 in einem Heimspiel mehr als 4 Gegentore (damals 0:5 gegen Dynamo Dresden)
  • Das 0:3 gegen Frankfurt sehen am 33. Spieltag 18.200 Zuschauer - Saisonrekord
  • Die Saison-Minuskulisse (6.600 Zuschauer) bildet den Rahmen für das letzte Spiel unter Eduard Geyer (14. Spieltag, 1:2 gegen Aachen)

 

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