Erneut wollten die Cottbuser oben angreifen und nahmen
den Aufstieg erneut ins Visier. Energie startete mit einem der höchsten
Liga-Etats in die Saison und hatte den Kader namhaft verstärkt.
Entsprechend der Erwartungen starteten die Rot-Weißen, rutschten
aber ebenso schnell in eine schwere Krise und damit auf die Abstiegsränge.
Als Alemannia Aachen am 14. Spieltag als erste Mannschaft alle drei
Punkte aus dem Stadion der Freundschaft entführen konnte war es
um Eduard Geyer geschehen. Nach mehr als neun Jahren auf der FCE-Trainerbank
waren seine Tage gezählt. Neuer Teamleiter wurde Co-Trainer Petrik
Sander, der die Mannschaft zumindest auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern
ließ.
Im Frühjahr startete Energie mit neuem Elan in die zweite Halbserie,
arbeitete sich minimalistisch nach vorn. Als alles gerettet schien -
nur noch einen Sieg benötigte Energie aus den letzten vier Spielen
- brach das auf wackligen Füßen stehende Gebilde "Energie
Cottbus" zusammen. Gerangel in der Vereinsführung, Rücktritte
von Manager und Präsident gingen nicht spurlos an der Mannschaft
vorbei. Energie taumelte wehrlos in den Abgrund. Auch am letzten Spieltag
verpasste es Energie, sich zu retten - blieb aber trotz eigener 3:2-Niederlage
in Karlsruhe dank eines einzigen Treffers Differenz gegenüber Eintracht
Trier in der Liga. Der kollektive Schockzustand der ganzen Region hat
die Köpfe der Energie-Anhänger genauso wie die der Mannschaft
und Führung gereinigt.
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Gesprächsbedarf zwischen Fans und Mannschaft (hier Steffen Baumgart).

Seuchenjahr. Am Ende zog Energie - dank fremder Hilfe - den Kopf aus
der Schlinge und blieb dem Profifußball erhalten.
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