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1. Bundesliga, Saison 2006/07

Entgegen der ersten Cottbuser Bundesliga-Ära verstärkte Sander seine Elf nach dem Aufstieg nur punktuell und setzte auf die Cottbuser Aufstiegshelden. Dieser Plan sollte von Beginn an aufgehen. Vor allem die Auswärtsstärke behielt die Energie-Elf bei. Schon im 2. Auswärtsauftritt gingen die Lausitzer bei Mitaufsteiger Bochum als Sieger vom Platz, gewannen insgesamt fünf Auswärtsspiele - unter anderem in Berlin und Dortmund. Im heimischen Stadion der Freundschaft rollte der Ball dagegen nicht immer locker. Das typische Energie-Spiel, mit überfallartigen Kontern aus einer tiefen Defensiv-Stellung heraus, funktionierte auf gegnerischem Grund zuweilen besser als auf eigenem Platz. Immerhin sechsmal durften die Energie-Fans nach Heimspielen die volle Punktzahl bejubeln, ebenso oft nahm aber der Gegner die drei Punkte an sich.
Insgesamt zeichnete die Cottbuser eine gewisse Konstanz aus. Abgesehen von einer Schwächephase zum Ende der Hinrunde, als man 10 Spiele in Folge nicht gewinnen konnte, konnte sich der Energie-Fan auf seine Elf verlassen. Entsprechend standen die Rot-Weißen auch nur ein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz, rangierten des öfteren sogar in der oberen Tabellenhälfte. Mit einem 2:1 über Bayer Leverkusen sicherte sich Energie bereits am 31. Spieltag den Klassenerhalt. Zudem übertrafen die Cottbuser erstmals die 40-Punkte-Marke in der Bundesliga.
Zuhause oder Auswärts - beim Tore erzielen zeigte Energie Beständigkeit, vor allem dank der "rumänischen Torzwillinge". Sergiu Radu, der den FC Energie mit 12 Zweitligatoren maßgeblich in die Bundesliga schoss bekam vor der Saison Verstärkung in Person von Vlad Munteanu. Fortan wirbelten die beiden die komplette Bundesliga durcheinander. Trafen sie nicht selbst, bereiteten sie die Tore vor, am liebsten natürlich für den jeweils anderen Zwilling. Die Statistik liest sich atemberaubend. Zusammen erzielten sie 25 der 38 Energie-Tore, Sergiu Radu schaffte es als erster Energie-Spieler mit 14 Toren in die Top-Five der Bundesliga-Torjäger, Vlad Munteanu wurde mit 18 Scorer-Punkten zweitgefährlichster Mittelfeldspieler der Liga.

  


Erfolgsgarant: Petrik Sander formte Energie zu einer taktisch disziplinierten Elf. So holte er sich den Respekt der Trainergilde und die nötigen Punkte zum Klassenerhalt.


Nicht zu stoppen. Sergiu Radu und Vlad Munteanu erzielten zusammen 25 der 38 Energie-Tore. Das rumänische Duo hatte maßgeblichen Anteil am Bundesligaverbleib der Cottbuser.

     
Fakten:
  • Sergiu Radu stand als einziger Energie-Spieler in allen 34 Spielen in der Startformation. 25 Spiele davon absolvierte er über die volle Distanz
  • Mit 14 Saisontoren brach Sergiu Radu auch den Energie-Rekord in der Bundesliga. Bisheriger Rekordhalter war Vasile Miriuta mit 11 Treffern.
  • Bereits am 3. Spieltag gelingt der erste von fünf Auswärtssiegen. Im heimischen Stadion der Freundschaft gelingen sechs Siege
  • Gegen Schalke 04, FC Bayern München und Hannover 96 bleibt Energie ohne Punktgewinn.
  • Die Cottbuser gewinnen die beiden prestigeträchtigen Derbys gegen Hertha BSC und bleiben dabei sogar ohne Gegentor.
  • Der 4. Rang (4. Spieltag) ist die beste Bundesliga-Platzierung des FC Energie. Nur einmal steht Energie auf einem Abstiegsrang (16. Platz / 23. Spieltag)
  • Vlad Munteanu schießt alle vier Energie-Elfmeter, trifft dreimal.
  • Nur einmal ist das Stadion der Freundschaft ausverkauft. Am 33. Spieltag sehen 22.450 Zuschauer ein 0:3 gegen Bayern München.
  • Fünfmal gastiert Energie in ausverkauften Stadien (Leverkusen, München, Mainz, Schalke, Stuttgart) - Rekord sind 69.000 Zuschauer in München

 

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