Entgegen der ersten Cottbuser Bundesliga-Ära verstärkte
Sander seine Elf nach dem Aufstieg nur punktuell und setzte auf die
Cottbuser Aufstiegshelden. Dieser Plan sollte von Beginn an aufgehen.
Vor allem die Auswärtsstärke behielt die Energie-Elf bei.
Schon im 2. Auswärtsauftritt gingen die Lausitzer bei Mitaufsteiger
Bochum als Sieger vom Platz, gewannen insgesamt fünf Auswärtsspiele
- unter anderem in Berlin und Dortmund. Im heimischen Stadion der Freundschaft
rollte der Ball dagegen nicht immer locker. Das typische Energie-Spiel,
mit überfallartigen Kontern aus einer tiefen Defensiv-Stellung
heraus, funktionierte auf gegnerischem Grund zuweilen besser als auf
eigenem Platz. Immerhin sechsmal durften die Energie-Fans nach Heimspielen
die volle Punktzahl bejubeln, ebenso oft nahm aber der Gegner die drei
Punkte an sich.
Insgesamt zeichnete die Cottbuser eine gewisse Konstanz aus. Abgesehen
von einer Schwächephase zum Ende der Hinrunde, als man 10 Spiele
in Folge nicht gewinnen konnte, konnte sich der Energie-Fan auf seine
Elf verlassen. Entsprechend standen die Rot-Weißen auch nur ein
einziges Mal auf einem Abstiegsplatz, rangierten des öfteren sogar
in der oberen Tabellenhälfte. Mit einem 2:1 über Bayer Leverkusen
sicherte sich Energie bereits am 31. Spieltag den Klassenerhalt. Zudem
übertrafen die Cottbuser erstmals die 40-Punkte-Marke in der Bundesliga.
Zuhause oder Auswärts - beim Tore erzielen zeigte Energie Beständigkeit,
vor allem dank der "rumänischen Torzwillinge". Sergiu
Radu, der den FC Energie mit 12 Zweitligatoren maßgeblich in die
Bundesliga schoss bekam vor der Saison Verstärkung in Person von
Vlad Munteanu. Fortan wirbelten die beiden die komplette Bundesliga
durcheinander. Trafen sie nicht selbst, bereiteten sie die Tore vor,
am liebsten natürlich für den jeweils anderen Zwilling. Die
Statistik liest sich atemberaubend. Zusammen erzielten sie 25 der 38
Energie-Tore, Sergiu Radu schaffte es als erster Energie-Spieler mit
14 Toren in die Top-Five der Bundesliga-Torjäger, Vlad Munteanu
wurde mit 18 Scorer-Punkten zweitgefährlichster Mittelfeldspieler
der Liga.
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Erfolgsgarant: Petrik Sander formte Energie zu einer taktisch disziplinierten
Elf. So holte er sich den Respekt der Trainergilde und die nötigen
Punkte zum Klassenerhalt.

Nicht zu stoppen. Sergiu Radu und Vlad Munteanu erzielten zusammen 25
der 38 Energie-Tore. Das rumänische Duo hatte maßgeblichen
Anteil am Bundesligaverbleib der Cottbuser.
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Fakten:
- Sergiu Radu stand als einziger Energie-Spieler in allen 34 Spielen
in der Startformation. 25 Spiele davon absolvierte er über die
volle Distanz
- Mit 14 Saisontoren brach Sergiu Radu auch den Energie-Rekord in
der Bundesliga. Bisheriger Rekordhalter war Vasile Miriuta mit 11
Treffern.
- Bereits am 3. Spieltag gelingt der erste von fünf Auswärtssiegen.
Im heimischen Stadion der Freundschaft gelingen sechs Siege
- Gegen Schalke 04, FC Bayern München und Hannover 96 bleibt
Energie ohne Punktgewinn.
- Die Cottbuser gewinnen die beiden prestigeträchtigen Derbys
gegen Hertha BSC und bleiben dabei sogar ohne Gegentor.
- Der 4. Rang (4. Spieltag) ist die beste Bundesliga-Platzierung des
FC Energie. Nur einmal steht Energie auf einem Abstiegsrang (16. Platz
/ 23. Spieltag)
- Vlad Munteanu schießt alle vier Energie-Elfmeter, trifft dreimal.
- Nur einmal ist das Stadion der Freundschaft ausverkauft. Am 33.
Spieltag sehen 22.450 Zuschauer ein 0:3 gegen Bayern München.
- Fünfmal gastiert Energie in ausverkauften Stadien (Leverkusen,
München, Mainz, Schalke, Stuttgart) - Rekord sind 69.000 Zuschauer
in München
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