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29.07.10
Test mit Unbekannten
Der FC Energie Cottbus tritt am Freitag um 18.30 Uhr beim Chemnitzer FC an

Es wird erneut eine Generalprobe. Wieder für den Kontrahenten. Denn Testspielgegner Chemnitzer FC startet am ersten August-Wochenende ambitioniert in die Regionalliga, will am Freitag um 18.30 Uhr seine Form gegen den FC Energie Cottbus unter Beweis stellen.

Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager und dem freien Tag am Donnerstag gibt es im Kader des FCE vor dem Test in Chemnitz einige Fragezeichen. Haben Nils Petersen und Alexander Bittroff ihre muskulären Probleme auskuriert und können mitwirken? Lässt das nach einem Zweikampf geprellte Knie von Daniel Ziebig einen Einsatz zu? Wie präsentieren sich die Probespieler Sandro José und Diego Leon in diesem Vorbereitungsspiel? Lädt Energie-Trainer Pele Wollitz noch andere potentielle Neuzugänge zu diesem Spiel mit Wettkampfcharakter ein?

Fest steht, dass Takahito Soma wegen seiner Gehirnerschütterung noch nicht mitwirken kann, er steigt erst am Montag wieder ins Mannschaftstraining ein. Jiayi Shao und Roger haben noch nicht mit der Ballarbeit begonnen, auch Emil Jula darf trotz Besserung noch nicht spielen. Juilan Börner wird unterdessen am Freitag am Sprunggelenk operiert, anhaltende Beschwerden machen diesen Eingriff und die daraus resultierende Pause notwendig.
29.07.10
Herausragend
Nils Petersen und Emil Jula in der kicker-Rangliste vorne dabei

Mit einer herausragenden Rückrunde 2009/2010 hat sich Nils Petersen auch beim Fachmagazin kicker einen Namen gemacht. In der Rangliste der Zweitliga-Stürmer belegt er Rang vier und erhielt das Attribut "herausragend".

Vor dem 21-jährigen Angreifer des FCE landeten nach Meinung der kicker-Redakteure nur Erik Jendrisek (Kaiserslautern, jetzt Schalke 04), Michael Thurk (Augsburg) und Marius Ebbers (FC St. Pauli). Sturmpartner Emil Jula ist ebenfalls unter den besten zehn Spitzen der 2. Bundesliga vertreten, schaffte wie in der Hinrunde 2009/2010 den Sprung ins Blickfeld.

Für Emil Jula sollte diese Einordnung zusätzliche Motivation sein, seine derzeitige Verletzung schnell auszukurieren und mit Saisonbeginn an die Leistungen des Vorjahres anzuknüpfen. Nils Petersen hat die Wertschätzung registriert und weiß: "Das gilt es zu bestätigen." Der FC Energie Cottbus und seine Fans hoffen darauf.
29.07.10
Bundesliga mit neuem Design
Auch das Logo wurde modernisiert

Knapp einen Monat vor Beginn der Saison 2010/2011 ist der neue Internetauftritt der Bundesliga www.bundesliga.de mit einer zeitgemäßeren Optik, zusätzlichen Inhalten und einer verbesserten Technik online.

Die überarbeitete Website ist Teil eines ganzheitlichen Relaunches der Marke Bundesliga, der sowohl eine Modernisierung des Markenlogos als auch ein neues Design für sämtliche medialen Bereiche und eigenen Plattformen beinhaltet.
28.07.10
Kollektive Abreise
Die Mannschaft des FC Energie Cottbus beendete das Trainingslager in Herzlake

Trist war das Wetter in Herzlake. Die Mannschaft des FC Energie Cottbus absolvierte die letzte Einheit des achttägigen Trainingslagers in strömendem Regen. Die Stimmung war vor der siebenstündigen Rückreise nicht wesentlich besser.

Denn die Sorgen des Teams und des Trainers werden nicht weniger. Nils Petersen trainiert weiterhin individuell, hofft bis zum Test gegen Chemnitz am Freitag die Muskelverhärtung auskuriert zu haben. Auch Alexander Bittroff hatte einen Ruhetag benötigt, um keine Verletzung zu riskieren. Und schließlich hat es nun auch Daniel Ziebig erwischt, der nach einem Zweikampf am Dienstagnachmittag über ein geschwollenes Knie klagt. Weiterhin ohne Ball trainierten Jiayi Shao und Roger, Neuzugang Takahito Soma war mit Gehirnerschütterung auch am letzten Tag nur inaktiver Beobachter.

Fast komplett trat die Energie-Delegation am Mittwochmittag die Rückreise an, lediglich Co-Trainer Markus Feldhoff und Markus Brzenska durften wegen des folgenden freien Tages von Herzlake aus zu ihren Familien fahren. Am Freitagvormittag trifft sich das Team dann wieder zum Training, um sich auf das abendliche Testspiel beim Regionalliga-Spitzenteam Chemnitzer FC vorzubereiten. Dort sollen mit Sandro José und Diego Leon die beiden aktuellen Probespieler möglichst zum Einsatz kommen.
27.07.10
Die Frage des Tages
... an Markus Brzenska, Abwehrspieler des FC Energie Cottbus

Markus Brzenska, nach vielen vergeblichen Anläufen hat es am Sonntag im Testspiel endlich mit einem Kopfballtor geklappt. Ist jetzt der Knoten geplatzt?

Markus Brzenska: Das wäre zumindest nicht so schlecht. Es war ja schon fast zum Verzweifeln, bei jedem Standard mit nach vorn zu rennen ohne Erfolgserlebnis. Marc Kruska hat jetzt offenbar den Dreh raus, wie er den neuen Einheitsball in den Strafraum bringen muss. Der nächste Test steigt gegen Chemnitz. Gegen diese Mannschaft habe ich im vergangenen Jahr im Rahmen der Vorbereitung auch getroffen. Mal schauen, ob das ein gutes Omen ist.
27.07.10
Sportverrücktes Funktionsteam
Die Mannschaft um die Mannschaft bewältigt in Herzlake ein riesiges Pensum

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Die Mannschaft des FC Energie Cottbus hat nach der Rückkehr aus dem Trainingslager am Donnerstag trainingsfrei. Es ist der erste freie Tag nach zehn Tagen intensiver Arbeit. Sozusagen "auf Montage". Nur das Funktionsteam wird im Einsatz sein.

Denn die Mannschaft rund um die Mannschaft ist immer gefragt. In Herzlake absolvieren Physiotherapeuten, Mannschaftsleiter, Co- und Torwarttrainer extrem lange Tage. Während der Cheftrainer mit der Erarbeitung von Trainingsinhalten, der Suche nach Verstärkungen und als Ansprechpartner für die Medien voll ausgebucht ist, wird ihm der Rücken von seinen Assistenten frei gehalten.


Markus Feldhoff ist stets der erste auf dem Platz, weit bevor die Mannschaft zum püntklichen Anpfiff erscheint. Er bereitet die Einheiten vor, steckt Felder ab, stellt Fahnenstangen auf und Hütchen, legt Bälle zurecht und überprüft die Funktionalität der Herzfrequenzuhren. Diese Pulsuhren verwaltet der Co-Trainer, er führt Buch, beobachtet die Kurven nach jeder Trainingseinheit und zieht Rückschlüsse auf den körperlichen Zustand der Spieler. Entsprechend wird die Intensität dosiert. "Felle" erarbeitet nach Rücksprache mit Pele Wollitz auch den Tagesablauf, der täglich auf der Tafel im Essenstraum ablesbar ist. Müßig zu erwähnen, dass Markus Feldhoff auch in den Trainingsprozess eingebunden ist und die Erwärmung des Teams stets selbständig durchführt.

Unterstützt wird er von Vasile Miriuta, aber auch Mannschaftsleiter Andre Rohbock ist von morgens bis abends auf den Beinen. Er kümmert sich um die Wäsche, die Getränke, die Bälle, die Essensbestellungen, die Abfahrtszeiten und sonstige organisatorische Dinge. So richtig wirbelt er, wenn die Spieler zwischen den Einheiten die Beine hoch legen. Das ist seine Zeit. Torwarttrrainer Ronny Zeiß indes kümmert sich um sein Team im Team, die drei Torhüter des FCE. Vom spezifischen Training über Läufe bis zur Videoschulung hält er sie auf Trab.

Körperlich am meisten gefordert sind jedoch die drei mitgereisten Physiotherapeuten Philip Gerzymisch, Matthias Grahé und Oliver Krautz. Nicht selten drehen sie morgens im Wald eine Runde zum Wachwerden, denn später am Tag sind sie ausgebucht. Reha-Training mit den angeschlagenen Kickern, Dehnung, Behandlung, Aqua-Jogging, individuelles Training, Stabilisierung und Krafttraining - all das fällt in ihren Zuständigkeitsbereich. Oft müssen sie die Übungen vormachen und haben am Ende des Tages das gleiche Pensum in den Beinen wie ihre Schützlinge. Nur dass diese sich dann auf die Massagebänke legen und von eben jenen Physiotherapeuten behandelt werden. Oft noch nach dem Abendessen bis 23 Uhr. Nur wenn es ein freier Nachmittag wie am Montag zulässt, gönnen sich die Sportverrückten eine Runde Fußball-Tennis. Erholung ist nämlich nichts für die Fitnesscoaches. Vermutlich auch nicht am Donnerstag, wenn am freien Tag sicherlich der eine oder andere Spieler behandelt werden möchte.
27.07.10
Hohes Trainingstempo
Am Dienstagvormittag ging es auf verkürztem Feld mächtig zur Sache

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Dem trainingsfreien Nachmittag folgte am Dienstag eine erste Einheit, die es in sich hatte. Temporeich und intensiv gingen die FCE-Kicker zu Werke, präsentierten sich spiel- und einsatzfreudig.


Mittendrin: Die beiden am Vorabend gegen 23 Uhr angereisten Probespieler Sandro José und Diego Leon. Bereits beim Passspiel zum Warmmachen und im "Kreis" war unschwer zu erkennen, dass sie Fußball spielen können. Der zuletzt in Kärnten aktive Brasilianer Sandro José zeigte seine Qualität im Trainingsspiel auf verkürztem Großfeld dann auch bei einem sehenswerten Treffer.


Der Kader einsatzbereiter Energie-Spieler erweiterte sich wie geplant am Dienstag. Kolja Afriyie knüpfte nach kurzer Zwangspause an seine konstanten Leistungen an, Clemens Fandrich war die Innenbanddehnung im Knie nicht mehr anzumerken und auch Markus Obernosterer absolvierte das volle Programm. Dagegen musste Alexander Bittroff mit einer verhärteten Oberschenkelmuskulatur aussetzen, lief wie Zimmernachbar Nils Petersen nur lockere Runden. Roger und Jiayi Shao steigerten erneut ihr Pensum und wurden dabei von Takahito Soma beobachtet. Der Japaner weilt nach einer Nacht im Krankenhaus wieder beim Team. "Es geht mir wieder ganz gut", berichtete er, die Gehirnerschütterung lässt einen Einsatz in dieser Woche aber nicht mehr zu.
26.07.10
"Müdigkeit kein Argument"
Adam Straith sucht selbstbewusst seine Chance im Team des FC Energie Cottbus

Wenn von den jungen Spielern im Team des FC Energie Cottbus die Rede ist, fällt der Name Adam Straith nur selten. Dabei ist der kanadische Nationalspieler erst 19 Jahre alt. Aber er wirkt reif und souverän.

Adam, im Testspiel gegen Oldenburg hast auch Du gewackelt, bisher wirktest Du stets sehr souverän. Wart Ihr so müde?

Die Müdigkeit darf kein Argument sein. Wir haben nicht die richtige Einstellung gefunden, waren nicht hungrig genug. Das war die schwächste Leistung, seit ich in dieser Mannschaft bin.

Trotzdem bist Du in der Vorbereitung auf einem guten Weg, die positiven Eindrücke der vergangenen Saison mit 23 Spielen in der 2. Bundesliga zu bestätigen. Woher kommt diese Reife?

Ich habe viel von den erfahrenen Spielern in der Mannschaft gelernt, schaue mir so oft es geht etwas ab, will mich weiter entwickeln und bin noch längst nicht fertig. Mein Ziel ist es, ein Vorbild für die Cottbuser Nachwuchsspieler zu sein. Denn man kann es schaffen, wenn man hart arbeitet.

Derzeit sieht es danach aus, als würdest Du mit Uwe Hünemeier um einen Platz in der Startformation kämpfen.

Ja, Konkurrenzkampf gehört dazu und bringt uns als Mannschaft voran. Es ist wichtig, dass viele Positionen doppelt besetzt sind. Der Kampf um die Plätze geht aber fair und respektvoll vonstatten.

Du hast im Mai Dein Debüt in der Nationalmannschaft Kanadas gefeiert. In Argentinien vor fast 70.000 Zuschauern. Wie war das für Dich?

Wahnsinn. Ein unglaubliches Erlebnis. Ich wurde in der 80. Minute eingewechselt, Argentinien hatte gerade einen Eckball und ich orientierte mich an meinem Gegenspieler. Es war Sergiu Aguero. Und ich dachte: Wow, diesen Star muss ich jetzt decken. Die Albiceleste hat uns übrigens eine Lektion Fußballschule erteilt.

Dein Zimmerpartner im Trainingslager ist Torhüter Julien Latendresse, Dein Landsmann. Er hinterlässt einen sehr guten Eindruck, kam aus der Cottbuser A-Jugend und scheint genauso fokussiert zu trainieren wie Du. Ist das Eure Mentalität?

Wir jungen Spieler aus dem Ausland wissen: Es gibt keine Geschenke. Und Chancen, die wir bekommen, müssen und wollen wir unbedingt nutzen. Ich kenne Julien seit vier Jahren, wir haben gemeinsam in der kanadischen U 17 gespielt. Und ich bin sicher: Er hat eine große Zukunft vor sich.
26.07.10
Probespieler erwartet
Diego Leon und Sandro José wollen beim FC Energie vorspielen

Der FC Energie Cottbus erwartet am Montagabend im Trainingslager in Herzlake zwei Probespieler. Diego Leon und Sandro José wollen bereits am Dienstag ihr Können unter Beweis stellen.

Trainer Pele Wollitz will sich ein Bild machen von den beiden Offensivkräften, die ihm angeboten wurden. Sandro José ist 24-jähriger Brasilianer, spielte zuletzt beim FC Kärnten in Österreich und holte mit seinem Heimatland 2003 den Titel bei der U 17-Weltmeisterschaft. Diego Leon ist Spanier, 26 Jahre alt und sammelte bei seinem Engagement in Bielefeld bereits Erfahrung im deutschen Profifußball. Zuletzt war der Mittelfeldspieler bei UD Las Palmas unter Vertrag.
26.07.10
Lagenstaffel
Angeschlagene Spieler schwitzten im Schwimmbad
<12149 links>Frei ist relativ. Denn auf der "faulen Haut" lag am trainingsfreien Montagnachmittag kaum ein Spieler des Zweitliga-Kaders. Vor allem die Kicker mit Nachholbedarf schwitzten. Sogar im Wasser.

Was sich beim Begriff "Aqua-Jogging" nach gemütlichem Spaziergang in kühlem Nass anhört, ist nämlich harte Arbeit und für ungeübte Fußballer anstrengender als jeder Waldlauf. Physiotherapeut Oliver Krautz, der im Trainingslager Herzlake das Funktionsteam des FCE verstärkt, nahm vor allem die internationale Lagenstaffel hart ran. Roger aus Brasilien, Jiayi Shao aus China und Markus Obernosterer aus Österreich mussten sich im hoteleigenen Schwimmbad gleich in allen vier gängigen Stilen versuchen. Schmetterling, Brustschwimmen, Kraulen und Rückenschwimmen - die drei Fußballer stöhnten, kämpften und schwitzten sogar im Wasser.

Wie hart eine Einheit im Wasser sein kann, erfuhren anschließend auch Nils Petersen und Clemens Fandrich. Da die beiden Youngster wegen ihrer Blessuren auf dem Platz derzeit nicht trainieren dürfen, mussten sie ins muskel- und bänderschonende Wasser steigen, während ihre Mitspieler freiwillig in der Sauna schwitzten. So gesund wie solch ein Gang in den Raum mit 95 Grad Celsius auch ist - er zehrt an den Kräften. Davon wiederum brauchen die Energie-Kicker am Dienstag bei zwei angekündigt harten Einheiten jede Menge.
26.07.10
Tore heraus gespielt
Die U 23 des FC Energie Cottbus gewinnt Testspiel gegen den VfB Herzberg mit 5:0

Zweikampf- und Abwehrverhalten ließ Trainer Detlef Ullrich noch manches Mal die Stirn runzeln, das Spiel nach vorn sah aber schon sehr ordentlich aus. Die U 23 des FC Energie Cottbus gewann das Testspiel gegen Herzberg mit 5:0.

"Nach der Partie gegen Luckenwalde war es die bisher beste Test-Leistung der laufenden Vorbereitung", befand der Coach der U 23. Ihm hat vor allem gefallen, wie die Treffer des FCE heraus kombiniert wurden. Nicht selten gingen dem Torabschluss Doppelpässe voraus. Die Tore für die U 23 erzielten Florian Schmidt, David Krieger, Severin Mihm und Patrick Henkel gleich zweimal.

Die Leistung des Regionalliga-Aufsteigers gegen das Landesklassen-Team des VfB Herzberg ist umso erfreulicher, da die Personaldecke weiterhin dünn ist. Zwei Wochen vor dem Saisonstart gegen Meuselwitz fehlt Andy Hebler immer noch verletzt, Kai Hempel hat gerade erst wieder angefangen zu trainieren und die Jung-Profis befinden sich im Trainingslager mit der Zweitliga-Mannschaft.
26.07.10
Regeneration im Regen
Nur leichtes Training am Vormittag und individuelle Pflege am Nachmittag

Das Wetter passte am Montagvormittag zum Gemütszustand. Im strömenden Regen drehte die Mannschaft des FC Energie Cottbus nach intensiver Kraft- und Stabilisierungseinheit regenerative Runden.


Lediglich Kolja Afriyie und Markus Obernosterer trainierten mit Tempo, absolvierten Sprünge und kurze Antritte. Sie wollen am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Nils Petersen begnügte sich dagegen mit einer 45-minütigen Einheit auf dem Fahrrad-Ergometer. Die Muskelverhärtung soll vollständig auskuriert werden. "Am Freitag will ich gegen Chemnitz wieder mitwirken", setzt sich der Torjäger als Ziel. Velimir Jovanovic dagegen schaffte es am Vormittag gar nicht auf den Trainingsplatz, ein Magen-Darm-Infekt legte ihn flach. Bereits am späten Abend bekam er ein Einzelzimmer zugewiesen. Nur locker trainierte am Montag Julian Börner, der sich am Nachmittag zur Untersuchung des lädierten Knöchels auf den Weg Richtung München begibt. Dort wird entschieden, ob eine Operation notwendig ist. Individuell betreut wurden auch Clemens Fandrich wegen einer Innenbanddehnung im Knie und Jiayi Shao, der die Belastung nach langwieriger Entzündung im Sprunggelenk langsam steigert.

Der Nachmittag ist den Spielern des FC Energie wie geplant für regenerative Eigenverantwortung vorbehalten. Sauna, Schwimmbad und Massage stehen auf dem Programm. Trainer Pele Wollitz wird unterdessen Schlaf nachholen müssen. Denn in der vergangenen Nacht lag er lange wach und wurde gar von Wadenkrämpfen geplagt.
25.07.10
"Taka" im Pech
Neuzugang zog sich eine Gehirnerschütterung zu und blieb zur Beobachtung im Krankenhaus

Takahito Soma zog sich im Testspiel gegen den VfB Oldenburg eine Gehirnerschütterung zu und blieb in der Nacht von Sonntag zu Montag zur Beobachtung im Krankenhaus.

Der japanische Linksverteidiger des FC Energie Cottbus wurde in Oldenburg bereits nach fünf Minuten bei einem Kopfballduell rüde gefoult und am Kopf getroffen, spielte nach kurzer Behandlungspause aber weiter. "Taka" hielt bis zum Schlusspfiff durch, bereitete sogar den FCE-Treffer zum 4:3 durch Alexander Bittroffs Kopfball vor.

Erst nach der Rückkehr ins Mannschaftshotel verspürte er Übelkeit und Schwindelanfälle, so dass Dr. Andreas Koch mit ihm zur Untersuchung ins Krankenhaus Ostercappeln fuhr. Die Diagnose: Gehirnerschütterung. Eine weiterführende CT-Untersuchung zeigte weder einen Bruch noch eine Blutung. Dennoch blieb Takahito Soma sicherheitshalber über Nacht im Krankenhaus. "So leid es uns für Taka tut, die Nacht stationär in der Klinik zu sein ist die einzig richtige Entscheidung. Sollte sich sein Zustand verschlechtern, könnten wir hier in der Abgeschiedenheit von Herzlake wenig für ihn tun", erklärte Trainer Pele Wollitz und wünschte dem tapferen Neuzugang baldige Genesung.

Die Verletzung von Nils Petersen stellte sich unterdessen als Muskelverhärtung heraus. Er verspürte Schmerzen, so dass die Auswechslung und die Spielfortsetzung in Unterzahl nur eine Vorsichtsmaßnahme waren. Der Stürmer wird im Training vorübergehend kürzer treten, um keine Folgeverletzung zu riskieren.
25.07.10
Teamabend abgesagt
Nach enttäuschender Leistung im Testspiel fuhr die Mannschaft ins Hotel zurück

Den geplanten Mannschaftsabend in Meppen beim Italiener hat Pele Wollitz gestrichen. Die Leistung beim Testspiel gegen den VfB Oldenburg hat den Energie-Trainer geärgert. So fuhr das Team geschlossen ins Hotel zurück.

"Die Spieler sind müde und jung. Aber damit kann man nicht alles entschuldigen. Es ist überhaupt kein Problem in dieser Phase der Vorbereitung und noch dazu im Trainingslager bei der dritten Partie innerhalb von vier Tagen gegen einen engagierten Gegner zu verlieren. Aber nicht so", resümiert Pele Wollitz. Dass seine Mannschaft in Oldenburg mit 0:4 zurück lag, dafür fehlten ihm fast die Worte.

Am Montag hält der Coach dennoch an seinem Plan fest, Regenerationstraining steht auf dem Programm. "Es nützt nichts, jetzt Straftraining zu absolvieren oder mit zusätzlicher Belastung noch mehr rauf zu hauen. Damit würden wir uns im Trainingsaufbau vieles kaputt machen", schaut Claus-Dieter Wollitz voraus.
25.07.10
Die Frage des Tages
... an Claus-Dieter Wollitz, Trainer des FC Energie Cottbus

Pele Wollitz, Sie sind weiterhin auf der Suche nach Verstärkungen für die Mannschaft. Wie ist der Stand der Dinge?

Pele Wollitz: Ich telefoniere täglich mehrere Stunden und schöpfe alle Kontakte aus, die ich habe. Es passieren dabei schon kuriose Dinge. Ein Spieler wurde mir von zwei verschiedenen Beratern angeboten, ein anderer weigert sich ein Probetraining zu absolvieren. Aber ich muss den Spieler sehen, bevor wir ihn verpflichten. Mittelfeldspieler für die Außenbahnen müssen zum Beispiel auch defensiv geschult sein, weil wir sehr gute Außenverteidiger haben und ihr Vorwärtsdrang eine Waffe ist. Der dürfen wir uns nicht berauben. Ein sehr guter Stürmer wurde mir angeboten, der von seiner Art zu spielen aber nicht zu uns passt. Zumal ich immer mit offenen Karten spiele. Im Angriff sind Emil Jula und Nils Petersen gesetzt, folglich muss ein zusätzlicher Angreifer Geduld haben und womöglich zunächst auf der Bank sitzen. Das will manch einer nicht. Momentan tut sich sehr wenig auf dem Markt, der kommt jedoch noch einmal in Bewegung. Deshalb sind wir nicht nervös.
25.07.10
Pause für Clemens Fandrich
15 einsatzfähige Feldspieler bestreiten am Sonntag den Test in Oldenburg

Den dritten und letzten Test im Rahmen des Trainingslagers in Herzlake bestreitet die Mannschaft des FC Energie Cottbus am Sonntag um 15 Uhr im 80 Kilometer entfernten Oldenburg.

Dazu stehen Trainer Pele Wollitz aktuell 15 einsatzfähige Feldspieler zur Verfügung. Clemens Fandrich pausiert nach einem erlittenen Schlag auf das linke Knie, Julian Börner begibt sich wegen anhaltender Knöchelprobleme in die Obhut eines Spezialisten. Auch bei Kolja Afriyie wird wegen seiner Muskelverhärtung kein Risiko eingegangen, Jiayi Shao und Roger befinden sich weiterhin im Aufbautraining. Positive Nachrichten gibt es von den Daheimgebliebenen: Dennis Sörensen hat die erneute Operation am Mittelfuß gut überstanden, ihm wurde eine Platte eingesetzt und er kann voraussichtlich am Dienstag wieder nach Cottbus reisen. Emil Jula steht in telefonischem Kontakt und absolviert in der Reha Vita Einzelprogramm unter Berücksichtigung seiner Achillessehnenbeschwerden, befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Beim Oberligisten VfB Oldenburg wird Thorsten Kirschbaum im Tor stehen, die Abwehrkette bilden Alexander Bittroff, Uwe Hünemeier, Robert Zickert und Takahito Soma. Im Mittelfeld beginnt Heiko Schwarz auf der rechten Seite, Marco Kurth und Marc Andre Kruska besetzten das Zentrum und Daniel Ziebig kommt links zum Einsatz. Im Angriff beginnen Sergiu Radu und Velimir Jovanovic.

Am Montag steht dann Regeneration auf dem Programm, ehe am Dienstag die Belastung noch einmal in zwei Einheiten gesteigert und auch am Mittwoch vor der Abreise aus Herzlake nochmals intensiv trainiert wird.
24.07.10
Hochzeitstrikot
Die Mannschaft des FC Energie Cottbus überreichte spontan ein Präsent

Diese Verbannung nahm die Mannschaft des FC Energie Cottbus freiwillig in Kauf. Weil eine Hochzeitsgesellschaft im Hotel Aselager Mühle den Essensraum des FCE beanspruchte, wich der FCE aus - und beschenkte das Brautpaar.

Der Feier wollte die Delegation des FC Energie natürlich nicht im Wege stehen, zumal die alternative Räumlichkeit zum Abendessen nicht weniger gemütlich war. Die Spieler in Rot-Weiß nahmen auch Rücksicht, als das Büffet eröffnet wurde. Denn Hochzeitsgäste und Fußballteam bedienten sich am gleichen Schmaus und gaben ein durchaus witziges Bild ab - Trainingsanzug, Schlips, Poloshirt, Brautkleid lautete die Reihenfolge am wohlschmeckenden Büffet.

Natürlich ließ sich Energie nicht "lumpen" und bastelte in aller Eile ein Geschenk zusammen. Zwar war der FCE auf eine Hochzeit im Hotel nicht vorbereitet, doch das Brautpaar Manuela und Christian Hiuxlage freute sich über das Originaltrikot mit Unterschriften, das Trainer Pele Wollitz sowie die Präsidiumsmitglieder Wolfgang Neubert und Gundolf Pahn an der Seite des Verwaltungsratsvorsitzenden Friedhelm Wiegelmann feierlich überreichten. Von Hoteldirektor Arne Janz gab es anerkennende Blicke für diese tolle Geste.

Übrigens schlugen die Spieler des FC Energie das großzügige Angebot der Braut aus, sie wollte der Mannschaft tatsächlich einen ausgeben. Anstoßen mit den frisch Vermählten hätte allerdings nicht so recht zum Trainingslager gepasst, so dass die Hochzeitsgesellschaft ohne Fußballer auskommen musste.
24.07.10
Die Frage des Tages
... an Kolja Afriyie, Abwehrspieler des FC Energie Cottbus
Kolja Afriyie, Du hast seit dem Test gegen Lubin Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur, trainierst derzeit nur dosiert und wirst gegen Preußen Münster geschont. Wie geht es Dir?

Kolja Afriyie: Ich habe eine Verhärtung im linken Oberschenkel. Nichts Dramatisches. Aber es schränkt mich momentan ein. Es ist zwar schon wesentlich besser als am Donnerstag. Doch um keine längerfristige Verletzung zu riskieren, hat mich der Trainer jetzt rausgenommen.
24.07.10
Testspiel als Chance
Der FC Energie Cottbus trifft am Sonnabend um 15 Uhr in Schwagstorf auf Preußen Münster

Das zweite Spiel im Rahmen des Trainingslagers in Herzlake wird in der Nähe des Energie-Quartiers ausgetragen. Bei Gastgeber Grün-Weiß Schwagstorf trifft der FCE auf Preußen Münster. Für viele Spieler ist dieses Testspiel eine Chance.

Denn Trainer Pele Wollitz will sowohl gegen Münster als auch am Sonntag gegen Oldenburg noch einmal allen Schützlingen Einsatzzeiten und Spielpraxis geben. So beginnt gegen Münster René Renno im Tor, Uwe Hünemeier wird in der Innenverteidigung neben Markus Brzenska beginnen und Marco Kurth bildet mit Clemens Fandrich das zentrale defensive Mittelfeld. An der Seite des gesetzten Nils Petersen stürmt Sergiu Radu, die Außenverteidigung werden Alexander Bittroff und Daniel Ziebig bilden. Eine erneute Chance bekommt Marc Zimmermann rechts im Mittelfeld, Nils Miatke kommt über die linke Seite. "Die Bereitschaft wie im Test gegen Lubin erwarte ich auch gegen Preußen Münster. Wer hier nicht den Biss mitbringt, wird dann auch im Punktspiel nicht belohnt", gibt der Energie-Trainer den Spielern aus eigener Erfahrung mit auf den Weg.

Geschont wird gegen Münster Kolja Afriyie, der sich mit einer Muskelverhärtung im Oberschenkel plagt. Jiayi Shao, Roger, Markus Obernosterer und Julian Börner absolvieren Individualtraining und sind nicht einsatzbereit.

Preußen Münster wird dem FCE alles abverlangen. Der Regionalligist ist Gründungsmitglied der Bundesliga und hat sich für den DFB-Pokal 2010/2011 qualifiziert. Dort trifft der Traditionsverein auf den VfL Wolfsburg. Trainer Marc Fascher will sein Team deshalb gegen ein Profiteam sehen, nimmt den Test gegen den FC Energie sehr ernst. Anstoß ist um 15 Uhr.
23.07.10
Die Frage des Tages
... an Jiayi Shao, Mittelfeldspieler des FC Energie Cottbus

Jiayi Shao, Du hast nach Deiner Entzündung im Sprunggelenk nun die Belastung erhöht und bist am Freitag intensiv gelaufen. Wie geht es bei Dir voran?

Jiayi Shao: Es wird deutlich besser. Ich habe schnelle Läufe absolviert und will diese Belastung nun täglich etwas steigern, will und soll Reizpunkte setzen. Ich hoffe, so schnell wie möglich wieder mit der Mannschaft trainieren zu können. Prognosen habe ich mir aber abgewöhnt.
23.07.10
"Gute Stimmung"
Marc Andre Kruska zieht im Interview ein Trainingslager-Zwischenfazit

Er ist unumstrittener Führungsspieler. Seine Meinung ist gefragt. Beim Trainer und im Team. Seine Leistung spricht für ihn. Marc Andre Kruska zieht im Trainingslager in Herzlake ein Zwischenfazit.

Marc, hat man als Spieler im nunmehr zweiten Trainingslager nicht irgendwann die Nase voll?

Nein. Es ist Vorbereitung. Und die kommt nicht überraschend, jeder weiß was das bedeutet. Außerdem machen wir hier in Herzlake fast alles mit dem Ball, spielen Fußball. Das macht allen Spaß und von Langerweile kann keine Rede sein.

Wenn man so lange von morgens bis abends zusammen ist - besteht die Gefahr eines "Lagerkollers"?

Solche Tendenzen sind zumindest nicht erkennbar. Die Stimmung in der Mannschaft ist wirklich gut, es gibt keine Eifersüchteleien. Natürlich werden sich immer Gruppen zusammen finden, so wie die jungen Spieler oder Jiayi Shao mit Takahito Soma und Roger. Aber das ist völlig okay und keineswegs unnormal.

Du bist im defensiven Mittelfeld vor der Abwehr gesetzt und hattest in den jüngsten Testspielen mit Marco Kurth, Clemens Fandrich, Daniel Ziebig und Alexander Bittroff bereits vier verschiedene Mitspieler neben Dir. Mit wem klappt es am besten?

Das ist so pauschal nicht zu beantworten und hängt vom Gegner und der eigenen taktischen Ausrichtung, aber auch von der Besetzung der Außenpositionen ab. Jeder hat seine Stärken und am Ende geht es darum, dass jeder seine Aufgabe erfüllt und wir uns gegenseitig helfen. Wer beim Pflichtspielauftakt aufläuft, entscheidet einzig und allein der Trainer.

Wie beurteilst Du die bisherigen Neuzugänge?

Sie bringen uns weiter, absolut. Vor allem in der Defensive sind wir wesentlich stabiler und flexibler, alle Positionen sind doppelt besetzt. Gegen Lubin waren wir trotz mehrerer Wechsel in der Abwehr über die komplette Spielzeit gut organisiert, daran haben die Neuzugänge großen Anteil.

Du hast als einer der wenigen Spieler die jüngsten Testbegegnungen fast immer 90 Minuten durchgespielt. Wie fühlst Du Dich körperlich?

Sehr gut. Natürlich fehlt noch etwas die Spritzigkeit. Unser Trainingsplan ist aber so ausgerichtet, dass sie zum Saisonstart möglichst gut ist, nicht vier Wochen vorher. 2009 habe ich wegen meines relativ späten Wechsels nach Cottbus die Vorbereitung bei Energie nicht komplett mitgemacht, deshalb bin ich in diesem Jahr deutlich weiter.
23.07.10
Land des Lächelns
Takahito Soma begeistert Trainer und Mitspieler

Das Emsland avanciert für Takahito Soma in diesen Tagen zum Land des Lächelns. Der japanische Neuzugang des FC Energie Cottbus blüht auf. Im Mannschaftskreis, vor allem aber auf dem Rasen.

Die Mitspieler hatte er bereits nach wenigen Trainingseinheiten überzeugt, seine starke Leistung gegen Zaglebie Lubin überraschte demzufolge kaum noch jemanden. Der quirlige Linksverteidiger erhält reihenweise Beifall von den Kollegen, wenn er unwiderstehlich antritt und gefühlvoll in den Strafraum flankt. Ob bei "Trockenübungen" ohne Gegenspieler oder gegen hartnäckige Kontrahenten - Taka setzt sich durch und macht instinktiv fast alles richtig. Der 28-Jährige besticht vor allem durch seine Ruhe in den Aktionen, strahlt Sicherheit und Souveränität aus. Aufregung scheint ein Fremdwort zu sein für den bescheidenen Linksfuß aus Asien. Bei ihm hat alles Hand und Fuß, er weiß wann er mit Tempo gehen und wann er bleiben muss. Taktisch muss ihm Trainer Pele Wollitz wenig beibringen, nur die Abstimmung mit den Kollegen soll noch automatisiert werden.

In Herzlake hat Takahito Soma also alles Grund zu Lachen, das war in Rotenburg im ersten Trainingslager noch nicht so. Nun aber ist er angekommen im FCE-Team, scherzt am Mittagstisch, liefert sich nach Trainingsschluss heiße Jonglierduelle mit Techniker Clemens Fandrich und strahlt, wenn ihn ein japanischer Journalist im Auftrag des Fachmagazins kicker anruft und in seiner Muttersprache interviewt.

Besonders Jiayi Shao kümmert sich um den japanischen Abwehrspieler mit stetigem Drang nach vorn. So vermittelte der chinesische Nationalspieler auch bei der Planung der bevorstehenden "Familienzusammenführung". Denn wenn Taka am kommenden Mittwoch aus Herzlake nach Cottbus zurückkehrt, wird er dort bereits von seiner Familie erwartet. Seine Frau mit dem acht Monate alten Sohn sowie seine Schwiegereltern fliegen aus Japan ein, werden vom Flughafen Berlin-Schönefeld abgeholt. Dann fühlt sich Taka noch heimischer und kann der Familie stolz seine neue Wahlheimat zeigen.

"Taka braucht Wärme. So viel wie sich die Leute hier in wenigen Tagen um ihn gekümmert haben, hat das Portugal ein Jahr lang scheinbar niemand gemacht. Deshalb hat er sich dort nicht wohl gefühlt", hat Pele Wollitz erfahren. Der Trainer ist froh, solch guten Fußballer in seinen Reihen zu haben. Deshalb lächelt auch er.
23.07.10
Planungssicherheit
Ein Tag im Trainingslager ist exakt eingeteilt

Bereits am Abend wissen die Kicker des FC Energie Cottbus, was sie am nächsten Tag des Trainingslagers erwartet. Der Zeitplan hängt weithin lesbar im Essensraum. Und er ist durchaus lang mit all den Terminen.

Flexibilität gibt es dabei ausschließlich beim Frühstück. "Bis 9 Uhr" steht auf dem weißen Blatt ganz oben. Eine Stunde vor dem ersten Training müssen folglich alle Spieler ihre erste Mahlzeit des Tages eingenommen haben. "Beim Frühstück sind wir im Trainingslager tolerant. Wer um 7 Uhr wach ist und Hunger hat muss nicht warten, bis alle aufgestanden sind", erklärt Trainer Claus-Dieter Wollitz. Vor Punktspielen sieht das dann anders aus. Denn um zu gewährleisten, dass wirklich alle Akteure in Ruhe etwas zu sich nehmen und nicht auf den letzten Drücker im Vorbeigehen, gibt es während der Saison ein gemeinsames Frühstück am Spieltag. In Herzlake dagegen wird in Etappen gegessen. Zumindest morgens.

Anschließend bleibt den FCE-Profis Zeit, sich auf die erste Einheit des Tages vorzubereiten. Sowohl mental als auch kleidungstechnisch. Um 10 Uhr erfolgt der Anpfiff zur halbstündigen Stabilisierung mit dem ganzen Team, Kräftigung der Muskulatur wird in der Tennishalle vorgenommen. Dann sind die meisten auch schon warm, wenn es um 10.30 Uhr auf den Trainingsplatz geht. Je nach Länge und Intensität der Einheit bis 12 Uhr oder etwas länger. Die Dusche darf dann nicht vertrödelt werden, denn um 13 Uhr heißt es Mittagessen. Gemeinsam. Erst wenn alle Spieler an ihren runden Tischen sitzen, wird das Buffet eröffnet.

Die Mittagsruhe hat viele Facetten und reicht von physiotherapeutischer Behandlung über Interviewanfragen bis hin zu Gesprächen mit dem Trainer oder Fototerminen. Einige Gesichter beim Kaffeetrinken mit Kuchen um 15.45 Uhr verraten, dass die Pause durchaus zu einem Mittagsschlaf genutzt wird. Um 17 Uhr, wenn die größte Hitze abklingt, folgt dann die zweite scharfe Einheit des Tages. Zu Abend gegessen wird um 20.30 Uhr, wieder kollektiv. Sofern kein Mannschaftsfoto-Termin mehr ansteht und alle Anfragen befriedigt sind, verschwinden die Spieler dann zu abendlichen Spaziergängen, zur Massage oder gegen 21.30 Uhr auf dem Zimmer. Dann war der Tag lang genug. Planungssicherheit für den folgenden Trainingslager-Tag haben sie dann bereits, dank der beschrifteten Tafel.

Ungeklärt ist derzeit noch, was die Mannschaft mit der unverhofften Freizeit am Sonntag nach dem Spiel in Oldenburg anstellt. Dann gibt der Trainer dem Team nämlich frei und überlässt es der Kreativität des Teams, sich zu vergnügen. Oldenburg ist allerdings knapp 80 Kilometer entfernt, so dass die Tendenz zu einem Ausflug in die nähere Umgebung geht. Noch haben die FCE-Kicker zwei Tage Zeit, eine gemeinsame Lösung zu finden. Planungssicherheit gibt es diesbezüglich jedenfalls noch nicht.
23.07.10
Kollektives Ausschütteln
Nach dem intensiven Testspiel gegen Lubin wurde am Vormittag locker trainiert

Ein Ballsack genügte am Donnerstag bei der Vormittagseinheit. Denn das Gros des Energie-Teams durfte sich auf Stabilisierung, Krafttraining und Auslaufen beschränken. Nur die "Nachzügler" gaben in Herzlake erneut Gas.

Während der tags zuvor angereiste Marco Kurth behutsam an das Mannschaftstraining heran geführt wird, 2,5 Kilogramm Gewicht in vier Tagen verloren hat und dazu ein individuelles Programm mit und ohne Ball absolvierte, betraten Roger und Markus Obernosterer erstmals im Trainingslager den Fußballplatz. Sie absolvierten leichtes Lauftraining, Koordinationsübungen und Ballarbeit. Auch Jiayi Shao begab sich auf die Laufstrecke, fühlt sich bereits deutlich besser. Sie alle steigern die Belastung, was als gutes Zeichen zu deuten ist.

Die Mannschaft, die am Mittwochabend in einem kräftezehrenden Test gegen Lubin an läuferische Grenzen gegangen ist, ließ es ruhiger angehen. Die Müdigkeit wurde aus der Muskulatur gelaufen, auch im Hinblick auf die beiden bevorstehenden Testspiele am Wochenende gegen Preußen Münster und den VfB Oldenburg, wo das Team wieder frisch und ausgeruht auftreten soll. Freiwillige Sonderschichten in Form von Flugbällen und Kurzpassspiel schließt das natürlich nicht aus, denn nicht alle FCE-Kicker haben 90 Minuten Testspiel in den Beinen.

Vollgas gaben einmal mehr die Torhüter, die noch weit nach den Feldspielern auf dem Platz arbeiteten. Da sie gegen Lubin körperlich aber nicht derart beansprucht wurden, war eine "Schonfrist" auch nicht notwendig. Am Nachmittag geht es dann für alle im Gleichschritt weiter: Mit einer Einheit, die nicht mehr Regeneration heißt.
22.07.10
Zuwachs in Herzlake
Marco Kurth ist im Trainingslager zur Mannschaft gestoßen

Marko Kurth
Die Mannschaft des FC Energie Cottbus hat in Herzlake Zuwachs bekommen. Routinier Marco Kurth stieß nach auskuriertem Magen-Darm-Virus am Donnerstag zum Team.

Zwar spielte der Mittelfeldakteur in Melle gegen Zaglebie Lubin noch nicht mit. Doch er schaute sich das Treiben seiner Mannschaftskameraden an und fuhr dann mit dem Teambus zurück ins Quartier. Verstärkung kann der Kader des FC Energie Cottbus am zweiten Tag des einwöchigen Trainingslagers durchaus gebrauchen. Denn Jiayi Shao, Roger und Markus Obernosterer absolvieren weiterhin individuelles Training. Julian Börner musste wegen einer Knöchelverletzung das Testspiel gegen Lubin absagen und Kolja Afriyie wurde zur Pause mit leichten Oberschenkelbeschwerden ausgewechselt werden. Eine Vorsichtsmaßnahme, genau wie der Tausch von Daniel Ziebig nach 45 Minuten.
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