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PRESSing

An dieser Stelle bot fcenergie.de die tägliche „Presseschau“ an. Zur Wahrung des Urheberrechts und nach ausdrücklicher Aufforderung kommen wir ab sofort nicht umhin, diesen Service in der bisherigen Form einzustellen. Dennoch bleibt das Pressing als Rubrik erhalten, beschränkt sich jedoch aus genannten Gründen auf Beiträge unserer ortsansässigen Tageszeitung.  Bei der Lausitzer Rundschau bedanken wir uns für die gute Kooperation.

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9.8.2010
Unnötige Niederlage für Energie-Reserve
Cottbus. Zum Regionalliga-Auftakt musste sich Gastgeber FC Energie Cottbus II gegen den ZFC Meuselwitz vor 450 Zuschauern mit 0:1 geschlagen geben. Diese Niederlage ist aus der Kategorie unnötig, weil die Cottbuser über weite Strecken das Spiel bestimmten und in der 1.

Halbzeit nicht eine torgefährliche Situation der Gäste zuließen. Riesenpech dann auch noch als Dawid Kriegers Kopfball (32.) an der Latte des ZFC-Gehäuses landete. Die Gäste boten recht biedere Kost, auch weil die Cottbuser sehr konzentriert spielten und dem ZFC kaum Entfaltungsmöglichkeiten boten.

Die Spielentscheidung gab es dann nach 57 Minuten. Einen Freistoß von Karsten Oswald drückte der aufgerückte Patrick Brendel per Kopf über die Linie zum einzigen Tor des Tages. Alles Aufbäumen half nichts mehr, die Gäste schaukelten den kostbaren Vorsprung über die Zeit. »Schade, dass wir nicht mit wenigstens einem Punkt für unsere spielerische Leistung belohnt wurden. Allerdings hat meine Mannschaft auch gezeigt, dass es einige Teams in der Regionalliga geben wird, gegen die wir Punkte holen können«, sah es FCE-Trainer Detlef Ullrich. Energie-Präsident Ulrich Lepsch sprach nach der Partie von einer »ordentlichen« Cottbuser Leistung, die am Ende »nur das falsche Ergebnis« hatte. Lepsch kündigte an, die Cottbuser Reserve noch mit ein paar gestandenen Spielern zu verstärken. In vierzehn Tagen müssen die Cottbuser zum Halleschen FC, ehe dann zum nächsten Heimspiel der Chemnitzer FC im Stadion der Freundschaft erwartet wird.
7.8.2010
Klausur an der Küste
Cottbus. Seit gut einem Monat bereitet sich der FC Energie auf die Zweitliga-Saison vor. Das Testspiel am Sonntag in Flensburg gegen den Hamburger SV (17 Uhr) wird dabei zur Klausur an der Küste. Nach holprigen Testspiel-Wochen mit schmerzenden Niederlagen soll die Partie klären, wie weit der FCE ist. Die RUNDSCHAU sagt, welche Fragen auf der Tagesordnung stehen.

Wie sieht die Startelf aus? Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz geht die Begegnung in Flensburg genau wie ein Pflichtspiel an. Er fährt mit einem 18-Mann-Kader bereits am Samstag in den hohen Norden. Und die Mannschaft, die er von Beginn an aufs Feld schickt, dürfte in den Grundzügen auch die sein, die am kommenden Wochenende bei der TuS Heeslingen die 1. Runde im DFB-Pokal (Sonntag, 15. August, 14.30 Uhr) bestreitet.

Wie weit sind die Verletzten? Vor Hamburg gibt es die gute Nachricht, dass Emil Jula wieder im Kader stehen wird. Der Rumäne laborierte wochenlang an Schmerzen in der Achillessehne. Angesichts der Tatsache, dass Energie ansonsten nur in Nils Petersen einen Angreifer von Zweitliga-Format hat, ist Julas Rückkehr enorm wichtig. Allerdings ist abzuwarten, wie weit der Angreifer angesichts der fehlenden Trainingseinheiten ist. Nicht dabei ist Daniel Ziebig, der sich weiterhin mit einer Knieprellung herumplagt. Auch auf die Rückkehr von Jiayi Shao muss Wollitz wohl noch warten, die Sehnenreizung im Sprunggelenk ist noch nicht auskuriert. Ebenfalls weiter nicht dabei: Dennis Sörensen, Roger und Julian Börner.

Wer wird Kapitän? Trainer Wollitz ließ offen, wann er mit seiner Entscheidung herausrücken wird, wer den FC Energie als Kapitän in die Saison führen wird. Obwohl zuletzt in Laubsdorf Nils Petersen anfangs mit der Spielführerbinde auflief, dürfte es eine Entscheidung zwischen Marc-André Kruska und Markus Brzenska werden. Wollitz bestätigt: »Ich werde den beiden in einem Sechs-Augen-Gespräch meine Entscheidung mitteilen.« Favorit dürfte Kruska sein, weil er im zentralen Mittelfeld wohl die ideale Position für dieses Amt innehat.

Wie stark sind die Neuzugänge? Die beiden Neuzugänge Takahito Soma und Kolja Afriyie haben in den Testspielen bereits nachgewiesen, dass sie für Energie eine Verstärkung sind. Auch Daniel Adlung dürfte ein Kandidat für die Cottbuser Startelf sein, Uwe Hünemeier und Markus Obernosterer müssen sich nach den Eindrücken der Vorbereitung wohl vorerst hintenanstellen. Abzuwarten bleibt, wie sich der Slowene Rok Kronaveter entwickelt. Er ist bei Energie seit Mittwoch im Training und wird in Hamburg wohl zu seinem FCE-Debüt kommen.

Wer kommt noch? Die Verpflichtung des niederländischen U-21-Nationalspielers Jules Reimerink ist nur noch eine Frage der Zeit. Der Holländer ist bereits seit Freitagabend in Cottbus, allerdings gilt es letzte Einzelheiten mit dem abgebenden Verein Twente Enschede zu klären. Das Testspiel in Hamburg kommt für ihn wahrscheinlich zu früh. In der Schwebe ist weiterhin die Personalie Caiyubi. Der Brasilianer vom VfL Wolfsburg ist zwar weiterhin ein Thema bei FCE, allerdings sind die Verhandlungen dem Vernehmen nach etwas ins Stocken geraten.

Beim FCE gibt es eine kurzfristige Änderung im Nachwuchsbereich. Überraschend verlässt U 19-Trainer Detlef Schößler den Verein und geht nach Leipzig. Dort wird er eine Stelle als Lehrer an der Sportschule übernehmen. Am Dienstagabend war Schößler mit dem Wunsch der Auflösung seines Vertrages an den Verein herangetreten. Der musste sich kurzfristig um Ersatz kümmern und wurde in den eigenen Reihen fündig: Vasile Miriuta, einstiger Spielmacher des FCE, wird in Zukunft die Leitung des Teams in der A-Junioren-Bundesliga übernehmen. Ihm zur Seite steht der langjährige Nachwuchstrainer Sebastian Abt. Schößler hatte die U 19 in der Vorsaison bis ins Halbfinale des DFB-Vereinspokals und auf Rang sechs in der Bundesliga geführt. Unter seinen Fittichen standen unter anderem Talente wie Nils Miatke, Adam Straith oder Clemens Fandrich.

Auch der Betreuerstab des U 17-Bereiches wird mit dem Ex-Spieler Franklin Bittencourt als Co-Trainer verstärkt. Er wird an der Seite von Ronald Prause tätig sein. Der Vertrag von Michael Braun war nicht verlängert worden. Getrennt hat sich der FCE erwartungsgemäß von Michael Feichtenbeiner. Dessen angedachte Aufgaben als Nachwuchskoordinator übernimmt Steffen Ziffert, der dieses Amt schon zuletzt innehatte.
6.8.2010
Wollitz: Unterstützung für den Klassenerhalt
Energie-Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz betont, wie wichtig der Klassenerhalt der Cottbuser Amateure in der Regionalliga für ihn ist: »In der Oberliga können sich unsere jungen Spieler nicht richtig weiterentwickeln. Da wird manchmal - mit Verlaub gesagt - nur Feierabendfußball gespielt.« Deshalb wolle er Trainer Detlef Ullrich in allen Belangen unterstützen, um die zweite Mannschaft oben zu halten. »Schon in der Vorsaison haben wir versucht, die Spieler so abzustellen, dass es für die U 23 gut funktioniert«, betont Wollitz und Ullrich bestätigt: »Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut.«

Womöglich könnte Ullrich jetzt davon profitieren, dass Wollitz eine kleine Abkehr von seinem Jugendstil verkündet hat. In der Vorsaison hatte er sieben Eigengewächsen den Weg in die Zweitliga-Elf geebnet. In der Sommervorbereitung erklärte er jedoch: »Nur mit jungen Spielern wird das nicht funktionieren.« Es ist also absehbar, das Profis wie Marc Zimmermann oder Heiko Schwarz öfter mal in der zweiten Mannschaft auftauchen.
6.8.2010
Start nach holpriger Vorbereitung
Cottbus .Die Wochen der Vorbereitung sind für das zweite Team des FC Energie Geschichte. Der Punktspielauftakt beginnt an diesem Sonntag mit dem Heimspiel gegen den ZFC Meuselwitz (13 Uhr, Stadion der Freundschaft). Der RUNDSCHAU-Check zeigt, dass der Klassenerhalt das Ziel für die Cottbuser sein muss.

Vorbereitung: Wenn FCE-Trainer Detlef Ullrich auf die Vorbereitung zurückblickt, dann eher mit gemischten Gefühlen. Der Grund ist, dass die junge Mannschaft nach den Abgängen von renommierten Spielern in der Masse aus sehr jungen Akteuren besteht, denen einfach noch die Erfahrung im Männerbereich fehlt. Das Gros der zehn Zugänge kommt aus der eigenen U 19-Juniorenmannschaft (7). Hinzu kam, dass der FCE-Coach in den Wochen der Vorbereitung selten mal mehr als 14 Spieler zum Training hatte. »Deshalb nenne ich die Vorbereitung auf die Saison auch etwas holprig«, sagt Ullrich. Auch eine ganze Anzahl von Probespielern, die in Cottbus weilten, sind durchgefallen. Deshalb fordert Ullrich noch dringend Verstärkung für die Saison: »In der kommenden Woche stellen sich noch ein paar Spieler hier vor, ich hoffe, den einen oder anderen brauchen zu können.«

Zielstellung: Sie heißt ganz klar Klassenererhalt. Ullrich weiß um die Unwägbarkeiten, will sich mit seinem Team und der Hilfe aus dem Profikader aber dieser Aufgabe stellen. »Es wird verdammt schwierig, diese Zielstellung umzusetzen, doch wir werden um jeden Punkt kämpfen«, gibt Ullrich die Richtung vor. Der Trainer glaubt auch, dass sein Team eine bessere zweite Halbserie hinlegen wird, als die erste. »Ich denke, dann haben die Jungs auch mehr Erfahrung, wissen, was in der Regionalliga so abgeht.«

Die Konkurrenz: Mit dem finanzstarken RB Leipzig ist für Ullrich der Favorit klar gegeben. Aber auch den Chemnitzer FC, der HFC, Holstein Kiel und Magdeburg zählt er zum engsten Favoritenkreis. Die Cottbuser haben einen Hammerauftakt erwischt. Nach dem Heimspiel gegen den ZFC Meuselwitz geht die Fahrt zum HFC und dann kommt Chemnitz nach Cottbus. »Schwerer hätte es nicht kommen können. Jammern hilft nicht und das haben wir auch nicht vor. Wir werden uns in jeder Partie so teuer wie möglich verkaufen«, gibt sich Detlef Ullrich optimistisch.

Zugänge: Philipp Behrens, Christian Bubalovic, Rifat Gelici, Julien Lattendresse, Markus Lempke, Thomas Pieper, Kai Reuer (alle Energie Cottbus - U 19 ), Patrick Reichelt (Reinickendorfer Füchse) Severin Mihm (Hertha Zehlendorf), Velimir Jovanovic (TSG Neustrelitz).

Abgänge: Nenad Culafic (Ziel unbekannt), Erman Doga (Ziel unbekannt), Gagen Dosanjh (Ziel unbekannt), Peter Hackenberg (Wacker Burghausen), Axel Levry (Ziel unbekannt), Burak Mentes (Ziel unbekannt), Kyle Porter (Ziel unbekannt), Patrick Richter (Optik Rathenow), Eddy Sidra (Ziel unbekannt), Ronny Thielemann (Laufbahn beendet), Chris Wright (FC Homburg).

Von Jan Lehmann und Wolfgang von der Burg
5.8.2010
Kronaveter: „Prasnikar hat geschwärmt“
Cottbus. Kein Fußballtrainer der Welt gibt gern seinen besten Mittelfeldspieler freiwillig ab. Das geht mit Sicherheit auch dem Ex-Energie-Trainer Bojan Prasnikar so.

Dennoch hat Prasnikar, der inzwischen den slowenischen Erstligisten Rudar Velenje trainiert, den 23-Jährigen Rok Kronaveter ziehen lassen. Genauer gesagt hat er ihm den Wechsel zum FC Energie, der am Mittwoch offiziell vom Verein bekannt gegeben wurde, sogar empfohlen und gleichzeitig bei Energie die Qualitäten seines Schützlings angepriesen.

Dieser Transfer ist also das Resultat alter Freundschaften. Prasnikar war trotz der desolaten Relegationsspiele nach dem Abstieg 2009 nicht in Unfrieden aus Cottbus gegangen. Seine Ablösung verlief stattdessen nahezu geräuschlos. Und in Slowenien preist Prasnikar noch immer den Cottbuser Verein. Energie-Neuling Kronaveter, der auch Angebote aus Italien vorliegen hatte, berichtet: »Der Sprung aus Slowenien in den internationalen Fußball ist schwer. Deshalb habe ich lange überlegt. Bojan Prasnikar hat mir von Cottbus vorgeschwärmt. Das sei ein gut geführter familiärer Verein, eine überschaubare Stadt. Hier könne ich mich weiterentwickeln. Und das ist genau das, was ich brauche.«

In Cottbus trägt Kronaveter künftig das Trikot mit der Rückennummer 24. Er kann als Mittelfeldspieler in der Zentrale, aber auch auf den Außenpositionen spielen.
4.8.2010
Adlung schon für Energie im Einsatz
Laubsdorf. Eine Halbzeit lang rannte er am Dienstag im Energie-Testspiel beim Brandenburgligisten Laubsdorf (4:1) im strömenden Regen auf dem linken Flügel rauf und runter - dann noch ein paar Autogramme und der erste Arbeitstag von Daniel Adlung in der Lausitz war beendet. Sein wichtigstes Autogramm hatte er bereits in der Mittagszeit gegeben - die Unterschrift unter den Drei-Jahres-Vertrag.

Bemerkenswert: Der 22-Jährige, der vom VfL Wolfsburg kommt, machte bereits beim Vormittagstraining mit, noch ohne Vertrag. Ein Zeichen dafür, dass er schnell integriert werden soll. Verständlich, schließlich beginnt in zwei Wochen die Saison und der erneut nicht restlos überzeugende Auftritt in Laubsdorf zeigte, dass der FCE längst nicht in Punktspielform ist.

Die Hoffnungen auf Adlung sind dabei groß. Bereits in Laubsdorf zeigte er, dass er die Außenbahn druckvoll verstärken kann. Trainer Claus-Dieter Wollitz sagte: »Daniel ist ein ehemaliger U 21-Nationalspieler. Das sagt einiges.« Adlung gehört zur goldenen Generation der Özils, Khediras oder Neuers. Mit ihnen holte er 2008 den U 21-EM-Titel, kam in der Endrunde aber nicht zum Einsatz. Überhaupt muss der gebürtige Fürther noch auf seinen ganz großen Durchbruch warten. Deshalb übt sich Trainer Wollitz in Geduld »Wir müssen Daniel aufbauen und dürfen keine Wunder erwarten.«

Offen ist auch, was man von Rok Kronaveter erwarten kann: Der Slowene hat sich mit Energie bereits über einen Vertrag über drei Jahre geeinigt. Am heutigen Mittwoch sollen die Ablöse-Formalitäten erledigt werden. Das dürfte nicht allzu schwierig sein, denn Kronaveter kommt vom slowenischen Erstligisten Velenje. Dort ist der ehemalige FCE-Trainer Bojan Prasnikar im Amt. Er hat dem 23-jährigen Mittelfeldspieler den Wechsel empfohlen. Kronaveter: »Ich will den nächsten Schritt in meiner Karriere machen. Dafür ist Energie genau die richtige Adresse.

So gut wie klar scheint auch der Wechsel von Jules Reimerink (Twente Enschede). Der Niederländer hat sich für Energie entschieden und den holländischen Clubs Tilburg und Almelo abgesagt.
3.8.2010
Reimerinks Tendenz geht Richtung FCE
Cottbus. Der niederländische U 21-Nationalspieler Jules Reimerink will sich nach RUNDSCHAU-Informationen am heutigen Dienstag entscheiden, ob er vom holländischen Meister Twente Enschede zum FC Energie Cottbus wechselt. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hat sich am Montagvormittag noch einmal mit dem 20-Jährigen getroffen und versucht, ihm diesen Wechsel schmackhaft zu machen.

Einziger Mitbewerber im Ringen um den schnellen Flügelspieler ist offenbar nur noch der niederländische Erstligist Willem II Tilburg. Spielerberater Markus Peter, der das Deutschland-Mandat für Reimerink hat, sagte aber: »Die Tendenz von Jules geht klar in Richtung Cottbus. Das Gespräch mit dem Trainer ist aus seiner Sicht sehr positiv verlaufen.« Sollte sich Reimerink, der zuletzt an den niederländischen Erstligisten Deventer ausgeliehen war, für Cottbus entscheiden, müssen nur noch die Ablösemodalitäten mit Twente geklärt werden. Wo ursprünglich nur über ein Ausleihgeschäft nachgedacht worden war, ist es inzwischen offenbar sogar möglich, dass Energie den Spieler sofort kauft. Peter: »Darum kümmern wir uns sofort, wenn sich Jules definitiv entschieden hat.«

Für drei Jahre soll zudem Daniel Adlung beim FC Energie unter Vertrag stehen. Der offensive Mittelfeldspieler vom VfL Wolfsburg wird am heutigen Dienstag in der Lausitz erwartet. Zu Redaktionsschluss dieser Ausgabe hatte der FCE allerdings noch nicht die Vertragsunterschrift des 22-Jährigen bestätigt. Ob Adlung gleich am Dienstagabend beim Energie-Testspiel beim Brandenburgligisten Blau-Gelb Laubsdorf (18.30 Uhr) auflaufen soll, blieb ebenfalls offen. Bei diesem Test will Trainer Wollitz vor allem auf seine zweite Reihe setzen. Er betont: »Es ist wichtig, dass sich Spieler wie Nils Miatke oder Sergiu Radu Selbstvertrauen holen. Die beiden haben zuletzt sehr gut trainiert, nun müssen sie es im Spiel umsetzen.«

Dagegen sollen Stammspieler wie Markus Brzenska oder Marc-André Kruska wohl vorerst geschont werden. Auch Emil Jula (Achillessehnenschmerzen) oder Daniel Ziebig (Kniebeschwerden) werden in Laubsdorf nicht dabei sein.
2.8.2010
Energie: Adlung unterschreibt – langfristige Planung mit Reimerink
Cottbus. In die Kaderplanung des FC Energie Cottbus dürfte in dieser Woche etwas Bewegung geraten. Nach RUNDSCHAU-Informationen unterschreibt am heutigen Montag der 22-jährige Daniel Adlung seinen Vertrag beim FCE.

Trainer Claus-Dieter Wollitz bestätigte auf Nachfrage: »Ich denke, bei dieser Personalie geht nichts mehr schief.« Adlung, der vom VfL Wolfsburg kommt, erhält in der Lausitz einen Dreijahres-Vertrag. Noch immer keine Entscheidung gibt es hingegen bei dem brasilianischen Angreifer Caiuby, ebenfalls vom VfL Wolfsburg. Zwar ist sich der FCE mit Wolfsburg über ein Ausleihgeschäft einig, Caiuby will auch in Cottbus spielen. Allerdings soll der VfL noch einen Teil der Gehaltseinbußen ausgleichen, die der Brasilianer hinnehmen müsste. In diesem Punkt besteht noch Gesprächsbedarf.

FCE-Trainer Wollitz ist dennoch zuversichtlich: »In dieser Woche wird einiges passieren«, verspricht er. So dürfte wohl auch das Ausleihgeschäft des niederländischen U 21-Nationalspielers Jules Reimerink über die Bühne gehen. Der Flügelspieler ist nach seinem Gastspiel am Freitag beim Chemnitzer FC wieder zurück nach Holland gereist. Wollitz beeindruckt: »Das ist ein Spieler mit Perspektive. Ich würde ihn gern langfristig zu uns holen.« Der Plan: Reimerink verlängert seinen Vertrag bei Twente Enschede (läuft 2011 aus) und wird dann nach Cottbus ausgeliehen. Der FCE erhält eine Kaufoption und könnte nach Saisonende erneut entscheiden.

Vorher gibt es womöglich noch einen Transfer für das zentrale Mittelfeld. Dort sucht Wollitz einen Profi, der bereits länger auf höherem Niveau gespielt hat. Er verrät: »Über die Ablöse sind wir schon einig. Jetzt muss nur der Spieler zustimmen.«
31.7.2010
FC Energie kommt nicht in Schwung
Chemnitz. Der FC Energie Cottbus kommt in den Testspielen nicht in Schwung: Nach den ernüchternden Ergebnissen im Trainingslager in Herzlake kam die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz am Freitag beim Regionalligisten Chemnitzer FC nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und wartet nun schon seit fünf Testspielen auf ein Erfolgserlebnis. Nach dem Führungstreffer für die Sachsen durch Ronny Garbuschewski (40.) bewahrte Stürmer Nils Petersen nach Vorarbeit von Namensvetter Nils Miatke mit seinem Kopfball-Treffer zum 1:1-Endstand (78.) den Zweitligisten immerhin vor einem weiteren Ausrutscher. Das Unentschieden in der umkämpften Begegnung war nach einer engagierten Leistung verdient. Für den Viertligisten war das Spiel allerdings schon die Generalprobe vor der neuen Saison.

Mit von der Partie war neben dem Brasilianer Sandro José der niederländische Probespieler Jules Reimerink. Der 20-Jährige, aktuell U 21-Nationalspieler seines Landes, gehört dem holländischen Meister Twente Enschede, war aber zuletzt zum Erstligisten Deventer ausgeliehen. Dort trumpfte der Flügelspieler gehörig auf, schoss acht Tore und bereitete zwölf weitere vor. Eigentlich war Reimerink schon in Herzlake erwartet worden. Spielerberater Markus Peter, der für Reimerink das Mandat hat, bestätigte auf Nachfrage: »Wenn Energie will, dürfte einer Einigung mit Twente nichts im Weg stehen.«
30.7.2010
Frischer Wind aus Dänemark
Cottbus. Kolja Afriyie hat einen ungewöhnlichen Weg in die 2. Bundesliga gewählt. Der Neuzugang von Energie Cottbus wechselte vom Hamburger SV nach Dänemark. Nun soll der Deutsch-Ghanaer für frischen Wind auf der FCE-Außenbahn sorgen – Coach Wollitz bezeichnet ihn schon jetzt als „Waffe“.

Am Fuße der restaurierten Mühle in Herzlake-Aselage fühlte sich Kolja Afriyie ein bisschen wie zu Hause. Denn der 28-Jährige wurde in Norddeutschland geboren, wo Energie eine Woche lang sein Trainingslager-Quartier aufgeschlagen hatte. Von Flensburg aus wechselt Afriyie damals zum Hamburger SV. Der talentierte Nachwuchskicker muss dort jedoch mit dem Amateurteam Vorlieb nehmen. Zu wenig für seine ehrgeizigen Ansprüche, deshalb beschließt Afriyie, nach Dänemark zu gehen. Ein aus seiner Sicht logischer Schritt, denn: »Dort konnte ich sofort bei den Profis spielen.« Und, dass ein Flensburger nach Dänemark wechselt, sei schließlich nicht ungewöhnlich. »Mit der Familie sind wir immer nach Dänemark in den Urlaub gefahren. Außerdem haben wir in der Schule die dänische Sprache gelernt.« Insgesamt zehn Jahre verbringt Afriyie in Dänemark. Zehn Jahre, in denen er nicht nur seine Profi-Karriere Schritt für Schritt vorantreibt, sondern die ihn auch als Mensch geprägt haben. Sein Herz schlägt für Deutschland, Ghana und natürlich auch für Dänemark.

Afriyie, der Deutsche: »Ich habe 19 Jahre hier gelebt, ich fühle mich als Deutscher. Ich habe viele deutsche Freunde und lese deutsche Bücher«, sagt der FCE-Neuzugang. Er hatte in der Sommerpause Anfragen von Clubs aus Deutschland und den Niederlanden. Afriyie entschied sich für Deutschland, weil er hier unter Beweis stellen möchte, was er in Dänemark gelernt hat. Schon im Winter wollte ihn Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach Cottbus holen. Damals scheiterte der Transfer, nun ließ ihn der FC Midtjylland nach zähem Ringen für eine geschätzte Ablöse von 150 000 Euro ziehen.

Afriyie, der Däne: In den zehn Jahren hat er in Dänemark Land und Leute schätzen gelernt. Vor allem das soziale Netz beeindruckte den Profikicker. »Es gibt dort insgesamt weniger Armut. Vor allem für die Kinder wird sehr viel getan. Turnhallen beispielsweise sind in Dänemark nie abgeschlossen, damit man sie zu jeder Zeit nutzen kann«, berichtet Afriyie. Außerdem schwärmt er von einer »top Lebensqualität« mit Haus am Meer. Auch fußballerisch ging es Schritt für Schritt voran. Über die Stationen AC Horsens und Esbjerg fB landete Afriyie schließlich beim FC Midtjylland, wo er ein Jahr gemeinsam mit Dennis Sörensen spielte, bevor dieser nach Cottbus wechselte.

Afriyie, der Ghanaer: Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater stammt aus Ghana. Er lebt inzwischen auch wieder dort, in der Hauptstadt Accra. Afriyie selbst war noch nie in Ghana. Er hat sich die Reise nach Afrika schon oft vorgenommen. Im nächsten Winter soll es endlich klappen. Denn sein Vater drückt ihm natürlich die Daumen. »Er ist ein echter Fußballfan. Während der zurückliegenden Weltmeisterschaft haben wir oft telefoniert«, schmunzelt Afriyie. Er war für Deutschland, sein Vater für Ghana. Da gab es nicht nur wegen des direkten Duells zwischen beiden Ländern in der Vorrunde viel zu diskutieren.

Afriyie, die »Waffe«: Energie-Trainer Wollitz ist vor allem von den Offensiv-Qualitäten des Rechtsverteidigers angetan. »Mit ihm haben wir auf der Außenbahn deutlich an Potenzial gewonnen«, betont Wollitz. Nach einem ordentlichen Einstand musste Afriyie im Trainingslager wegen einer Oberschenkel-Zerrung kürzer treten - ausgerechnet in seiner norddeutschen Heimat. Die Verletzung ist inzwischen jedoch auskuriert. Der Deutsch-Ghanaer hat sich vorgenommen, nach dem Umweg über Dänemark nun möglichst schnell in der 2. Bundesliga anzukommen.

Energie in Chemnitz

Der FCE tritt am Freitagabend um 18.30 Uhr beim Chemnitzer FC an. Offen ist bisher, ob Nils Petersen, Alexander Bittroff (muskuläre Probleme) und Daniel Ziebig (Knieprellung) mitspielen könne. Takahito Soma (Gehirnerschütterung) ist definitiv nicht dabei. In Chemnitz sollen wieder die Probespieler Sandro José und Diego Leon getestet werden.

Von Frank Noack
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