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PRESSing

An dieser Stelle bot fcenergie.de die tägliche „Presseschau“ an. Zur Wahrung des Urheberrechts und nach ausdrücklicher Aufforderung kommen wir ab sofort nicht umhin, diesen Service in der bisherigen Form einzustellen. Dennoch bleibt das Pressing als Rubrik erhalten, beschränkt sich jedoch aus genannten Gründen auf Beiträge unserer ortsansässigen Tageszeitung.  Bei der Lausitzer Rundschau bedanken wir uns für die gute Kooperation.

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29.4.2010
Richtige Richtung
Bolles Blick
Bei Energie wächst was zusammen! Während andere Zweitligateams gedanklich bereits im Urlaub sind, feilen unsere Kicker an ihrem Erscheinungsbild für die nächste Saison. Es war ein fußballerischer Augenschmaus, dem FCE gegen Union zuschauen zu dürfen!

Natürlich schwärmt die Lausitz nun wieder von den treffsicheren Arbeitstieren Petersen und Jula. Doch so langsam kriegt man eine Ahnung davon, was unser Mittelfeld zu leisten im Stande ist. Kruska und Kurth agierten am Montag mit einer Übersicht, als würden sie rund um den Mittelkreis auf einem Hochsitz kicken. Und sobald es beim Rest der Mannschaft läuft, lassen sich die Künstlerseelen Shao und Rivic erfahrungsgemäß auch nicht lange bitten.

"Wenn die Truppe ein bisschen eher so gespielt hätte, wäre uns der Abstiegskampf garantiert erspart geblieben" mahnt meine Waltraud zu Recht. Doch ohne Extremsituationen gehts nun mal nicht bei Energie. Nach vier Siegen aus den letzten fünf Spielen rollt der rot-weiße Express endlich wieder dauerhaft in die richtige Richtung. Nächster Halt ist am Sonntag in Rostock.

Euer Erich Bollermann
29.4.2010
FCE-Kanadier Straith für Nationalteam nominiert
Cottbus. Der 19-jährige Energie-Profi Adam Straith ist erstmals für das kanadische Nationalteam nominiert worden. Er soll vom 17. bis 30. Mai bei einer Länderspielreise der kanadischen Auswahl nach Südamerika dabei sein. Dort stehen Spiele gegen Venezuela und Argentinien an. Für Straith, der unter Trainer Claus-Dieter Wollitz zum Stammspieler wurde, ist die Nominierung der Lohn für eine glänzende Entwicklung in der bisherigen Saison. In 21 Pflichtspielen für Energie - meist als Außenverteidiger - avancierte er zu einer verheißungsvollen Neuentdeckung. Straiths Vertrag beim FC Energie läuft noch bis zum Sommer 2013. Trainer Wollitz setzt große Stücke auf den Kanadier, will ihn langfristig in der Innenverteidigung aufbauen. Straith ist nicht der einzige aktuelle kanadische Nationalspieler in Reihen des FC Energie. U-23-Akteur Eddy Sidra absolvierte 2009 zwei Länderspiele für sein Heimatland.
28.4.2010
Mischung finden
Kommentar
Jubel, Erleichterung, aber auch Nachdenklichkeit – mit dieser Bandbreite der Gefühle feierte Energie Cottbus am Montagabend den Sieg gegen Union Berlin. Jubel, weil Energie damit in der Tabelle am Hauptstadt-Rivalen vorbeigezogen und wieder die Nummer 1 im Fußball-Osten ist.

Erleichterung, weil dank des Heimsieges der Klassenerhalt endlich geschafft ist. Dass der letztjährige Bundesligist das Abstiegsgespenst erst am 32. Spieltag vertreiben konnte, macht aber auch deutlich: Energie hat in dieser Saison allenfalls sein Minimalziel erreicht. Womit wir schon bei der Nachdenklichkeit angelangt sind. Denn es war natürlich viel mehr drin als Tabellenplatz 10.

Vom Potenzial gehört der Kader zweifellos zur oberen Hälfte der 2. Bundesliga. Wirklich in Schwung kam Energie jedoch erst in den vergangenen Wochen. Drei begeisternde Heimsiege in Folge mit insgesamt zwölf erzielten Toren haben gezeigt, welches Potenzial diese Mannschaft besitzt.

Doch Energie brauchte nach dem Abstieg lange, um wirklich in der 2. Bundesliga anzukommen. So mancher Spieler sonnte sich nach den Erstliga-Duellen gegen Bayern München und Schalke 04 allzu gern in der Rolle des vermeintlichen Favoriten und merkte erst spät, dass in der 2. Bundesliga Fußball vor allem gekämpft und erst in zweiter Instanz gespielt wird.

Welche Lehren muss Energie Cottbus also ziehen? Zuerst einmal bleibt festzustellen, dass der Verein schon jetzt gut aufgestellt ist für die neue Saison. Energie ist – im Gegensatz zu vielen Konkurrenten – schuldenfrei und verfügt über ein tragfähiges Finanzkonzept. Und auch der Umbruch innerhalb des Kaders ist dank Trainer Claus-Dieter Wollitz auf gutem Wege. Ein junger Mann wie der 21-jährige Nils Petersen, der gegen Union Berlin zwei Treffer beisteuerte, führt die neue Generation von jungen, hungrigen Kickern an. Sie sind die Zukunft des Vereins.

Eine der wichtigsten Lehren dieser Saison ist, dass dieser Umbruch zwar richtig und wichtig ist, er aber gleichwohl Augenmaß erfordert. Nachdem die Basis gelegt ist, gilt es für Trainer Wollitz nun, die richtige Mischung aus erfahrenen Routiniers und jungen Spielern zu finden. Ein positives Beispiel, wie das funktionieren kann, sind der 29-jährige Marco Kurth und der erst 22-jährige Marc-André Kruska, die sich im Mittelfeld immer besser ergänzen.

Vor allem aber hat der Mannschaft lange Zeit eine Hierarchie gefehlt. Das ist bei einem Umbruch zwar nicht ungewöhnlich, sollte allen Beteiligten aber eine Warnung für die Zukunft sein. Wenn es in der Sommerpause gelingt, diese Hierarchie durch gezielte Neuverpflichtungen weiter zu festigen, hat Energie gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison.

Von Frank Noack
28.4.2010
Angelov vor Vertragsverlängerung bei Energie
Cottbus. Es könnte eine symbolträchtige Szene gewesen sein am Montagabend im Cottbuser Stadion der Freundschaft. Als sich Energies Abwehrspieler Stanislav Angelov nach einer leichten Verletzung wieder vom Rasen erhob, wurde er von den Fans auf der Nordwand mit „Angelov, Angelov“-Sprechchören aufgemuntert.

Angelov bedankte sich mit einem kurzen Winken für die verbale Unterstützung. Als er dann in der 88. Minute ausgewechselt wurde, gab es stehende Ovationen für den Bulgaren. So wie beim verdienten 4:2-Derbysieg gegen Union Berlin wurde Angelov hier noch nie gefeiert – seine neue Wertschätzung und die finanziellen Argumente der Vereinsführung haben den Routinier offenbar umgestimmt. Entgegen seiner ursprünglichen Absicht will Angelov seinen auslaufenden Vertrag nun doch verlängern. Die RUNDSCHAU erklärt die wichtige Personalfragen beim FCE.

Stanislav Angelov: Weil er sich in der Sommerpause nicht gerade freundlich über Energie geäußert hatte, wurde der Bulgare beim ersten Training von den Fans ausgepfiffen. Der Abschied noch vor Saisonbeginn erschien damals logisch. Doch Trainer Claus-Dieter Wollitz gab dem eigenwilligen Bulgaren volle Rückendeckung. Insbesondere in der Rückrunde zahlt Angelov dieses Vertrauen zurück. Dass er seinen Vertrag beim FCE verlängert, schien trotzdem unwahrscheinlich, weil der 32-Jährige bei seinem eventuell letzten Kontrakt im Profigeschäft natürlich gut verdienen möchte. Durch ein intensives Gespräch mit Angelov haben Präsident Ulrich Lepsch und Wollitz aber offenbar doch die Wende geschafft. „Unser neues Vertragsangebot ist ein Vertrauensbeweis, es hat ihn sehr stolz gemacht“, berichtet Wollitz. „Ich gehe davon aus, dass er bleibt.“ Gegenüber bulgarischen Medien hat Angelov seine Kehrtwende ebenfalls angedeutet.

Nils Petersen: Der Torjäger räumte nach seinem Doppelpack gegen Union sämtliche Wechselspekulationen aus. Er wird auch in der kommenden Saison für den FCE stürmen. „Ich bin Stammspieler und fühle mich wohl hier. Das will ich mir nicht kaputt machen“, betont Petersen. Angeblich ist der 1. FC Köln an dem 21-Jährigen interessiert. Sein Vertrag läuft bis 2012. Im nächsten Jahr soll er vorzeitig verlängert werden – oder aber Petersen wird für gutes Geld verkauft.

Stiven Rivic: Der Kroate hat durch Abwanderungsgedanken aufhorchen lassen. Für FCE-Trainer Wollitz gibt es nur zwei Möglichkeiten. „Entweder ein Verein zahlt die festgeschrieben Ablöse. Dann haben wir sowieso keine Chance. Oder aber er bleibt in Cottbus.“ Im Fall Rivic geht es dem Vernehmen nach um stattliche 1,8 Millionen. Frank Noack
28.4.2010
Kurth über Rostock: „Es gibt kein Mitleid“
Cottbus. Nach dem 4:2 gegen Union Berlin wartet am Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei Hansa Rostock bereits das nächste Ostderby auf Energie Cottbus. Während der FCE den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft hat, kämpft Hansa als Tabellen-16. zwei Spieltage vor dem Saisonende um das Überleben. Gastgeschenke will Energie an der Küste dennoch nicht verteilen. „Es wäre zwar bitter, wenn Hansa abs teigen müsste. Aber es gibt im Profifußball kein Mitleid“, sagt Mittelfeldspieler Marco Kurth. Zumal Energie einen Einbruch wie beim jüngsten 1:4 im Auswärtsspiel bei RW Oberhausen unbedingt verhindern will. „Eine solche Leistung werde ich nicht dulden“, kündigt Trainer Claus-Dieter Wollitz an.
27.4.2010
Petersen trifft doppelt – und bleibt in Cottbus
Der FC Energie in der Einzelbewertung
2 Gerhard Tremmel: Blieb beim Tor von Peitz auf der Linie, dort gegen den wuchtigen Kopfball chancenlos. Ansonsten mit mehreren gute Paraden.

2 Adam Straith: Der Youngster spielte eine ordentliche Partie und ließ auf Rechts nicht viel anbrennen.

2 Ovidiu Burca: Lieferte sich harte Zweikämpfe mit Mosquera. Hatte über weite Strecken die Organisation der Abwehr gut im Griff.

2 Markus Brzenska: Lief erneut trotz Handmanschette auf. Gewohnt umsichtig in der Innenverteidigung.

2 Stanislav Angelov: Zeigte viel Übersicht auf der linken Abwehrseite und kurbelte immer wieder die Aktionen an. Ließ sich auch vom wendigen Benyamina nur selten düpieren.

2 Marc-André Kruska: Riss sofort das Spiel an sich und setzte seine Nebenleute ein. Später in einigen Szenen zu sorglos, was den guten Eindruck aber nicht wirklich trübte.

2 Jiayi Shao: Zeigte seine technische Klasse, manchmal zu verspielt. Bereitete das 1:0 durch Petersen mit präziser Flanke vor.

1 Marco Kurth: Einige starke Pässe, wieder enorm einsatzstark. Harmonie mit Kruska in der Zentrale wird immer besser.

2 Stiven Rivic: Spielte mit zunehmender Dauer der Partie immer mehr seine Laufstärke aus. Erzielte antrittsschnell und mit Kaltschnäuzigkeit das 4:1.

2 Emil Jula: Ackerte zwischen beiden Strafräumen. Wurde mit dem 3:1 belohnt.

1 Nils Petersen: Unterstrich mit dem Doppelpack seine Qualitäten. Der Stürmer wird auch nächste Saison in Cottbus spielen. Er schloss nach dem Spiel einen Wechsel definitiv aus.

X Nils Miatke, Sergiu Radu, Alexander Bittroff: Ohne Bewertung.
27.4.2010
Energie greift nach dem kleinen Titel
Mit einer Montags-Gala hat sich Energie Cottbus auch der letzten Abstiegssorgen entledigt. Im Berlin-Brandenburg-Derby gegen Union Berlin gewannen die Cottbuser vor 15140 Zuschauern im Stadion der Freundschaft mit 4:2 (2:1). Nun winkt dem FCE sogar wieder der inoffizielle Titel „Nummer eins im Osten“.

Klatschnass und glücklich herzten sich die Energie-Profis, feierten nach Spielende gemeinsam mit den Fans. Gründe zum Jubeln gab es dabei etliche: Zu allererst natürlich die äußerst passable Vorstellung im Derby. Nicht nur für Trainer Claus-Dieter Wollitz war das „eine fußballerische Topleistung“. Ausgerechnet gegen die Nachbarn aus Berlin zeigten die Cottbuser, was tatsächlich in dieser Mannschaft steckt. Dass dabei der erste Montagssieg seit sechs Jahren und der dritte Heimsieg in Folge heraussprangen waren schöne Nebeneffekte eines gelungenen Abends.

Energie lieferte dabei eine der besten Anfangsviertelstunden in dieser Saison ab. Ganz offenkundig wollten die Cottbuser die 1:4-Schmach von Oberhausen tilgen. Und nach nur 17 Sekunden stand Nils Petersen bereits zum ersten Mal frei vor dem Tor von Union-Keeper Glinker. Da traf er die Kugel zwar noch nicht richtig, doch wenig später sorgte Petersen mit einem Doppelpack für die frühe 2:0-Führung. Erst vollendete er eine Kombination von Marco Kurth und Stanislav Angelov (5.). Beim zweiten Treffer legte er den Ball zunächst für den heraneilenden Stiven Rivic ab. Der schmetterte den Ball aus vollem Lauf an den Innenpfosten und Petersen schaltete beim Abpraller am schnellsten (12.).

Energie wirkte von Beginn an aufmerksam und erstaunlich passgenau, Union konnte nur mit Zweikampfhärte dagegen halten. Nach dem Fehlpassfestival von Oberhausen präsentierte sich vor allem die Cottbuser Mittelfeldzentrale sehr spielfreudig. Marc-André Kruska sah man von Beginn an die absolute Entschlossenheit an und Marco Kurth avancierte mit einer Reihe von gescheiten Pässen zum Spielmacher. So leitete er auch zwei Chancen von Emil Jula (30./33.) ein, der gut und gerne das dritte FCE-Tor hätte machen können.

Auf der Gegenseite kam Union aus dem Nichts zum Anschlusstreffer. Nach einem Eckball setzte sich Dominic Peitz gegen zwei Cottbuser durch und köpfte den Ball ins Netz (35.). Ein äußerst unnötiges Gegentor, zumal Union im ersten Durchgang allein durch Torsten Mattuschkas Freistöße (16./26./40.) Torgefahr erzeugte. Alle drei Schüsse konnte Gerhard Tremmel mal mehr und mal weniger sicher parieren – beim Gegentor hingegen sah er nicht ganz schuldlos aus. Nach der Pause entschärfte Tremmel allerdings auf dem glitschigen Rasen einen gefährlichen Aufsetzer von Kenan Sahin (49.).

Das war bitter nötig, denn im Gegensatz zur ersten Hälfte kamen die Energie-Profis jetzt häufig einen Schritt zu spät. „Doch diese Rückschläge hauen uns nicht mehr um“, freute sich Trainer Wollitz. Die Cottbuser beendeten ihre Minikrise nämlich mit einem wunderbaren Spielzug. Bei strömenden Regen erreichte eine Kurzpassstafette Nils Petersen. Der überwand mit seiner Direktabnahme den Berliner Torhüter und am langen Pfosten köpfte Emil Jula den Ball ins Tor (57.). Und schon im nächsten Angriff hatte auch noch die linke Cottbuser Schokoladenseite ihren Auftritt. Stanislav Angelov passte zu Stiven Rivic, der schwenkte nach innen und schoss unhaltbar am kurzen Pfosten ein – 4:1 (61.).

Union-Trainer Uwe Neuhaus konstatierte eine „eintäuschende Leistung“ und muss mit seiner Elf jetzt sogar noch einmal um den Klassenerhalt zittern. FCE-Coach Wollitz hingegen muss sich nur noch kleinere Sorgen machen, beispielsweise um die „fehlende Balance im Team“. Er bemängelte, dass seine Mannschaft die Partie nicht früher für sich entschieden und sogar noch ein weiteres Gegentor kassiert hatte. Dass jedoch der gebürtige Cottbuser Mattuschka per Foulelfmeter noch einmal auf 4:2 (86.) verkürzte, war höchstens noch eine Randnotiz dieses Montagabends. Auf den Rängen skandierten die Energie-Fans schon längst „Ostdeutscher Meister“ – bei zwei Punkten Vorsprung auf Union und dem nächsten Ost-Derby in Rostock vor Augen ist diese kleine Meisterschaft tatsächlich zum Greifen nahe.

Von Jan Lehmann und Frank Noack
27.4.2010
FCE-Junioren feiern Doppelsieg ohne Gegentore
Cottbus. Ein höchst erfolgreiches Wochenende haben die Bundesliga-Junioren des FC Energie Cottbus hinter sich. Klar mit 3:0 fertigte die A-Juniorenmannschaft Holstein Kiel ab. Die B-Junioren setzten sich gegen Spitzenreiter VfL Wolfsburg mit 1:0 durch.

Die Kontrolle der Partie gegen den Tabellen-Elften Holstein Kiel hatten die A-Junioren. Zunächst vergab zwar Jerome Baker zwei Chancen. Doch dann kam die Szene des Christian Bubalovic, der sich mutig nach oben schraubte und per Kopf das 1:0 erzielte. Rifat Gelici erhöhte nach einem Löser-Freistoß im Nachschuss (55.), bevor Kay Reuer per Elfer zum 3:0-Endstand traf.

Nach drei Niederlagen am Stück gelang der U17 nun ein verdienter Überraschungssieg gegen Wolfsburg. Dadurch kletterte Michael Brauns Elf wieder auf Rang sechs der Tabelle. Völlig zu recht gelang dieser knappe Sieg, den Tobias Köpnick sicherte (52.). Braun lobte das taktische Geschick seiner Elf: ,,Wir wussten um die Stärken des VfL, doch haben wir deren pfeilschnelle Konter ein ums andere Mal geschickt unterbunden."
26.4.2010
Großer Montagsfluch, kleiner Hoffnungsfunke
Energie ist bei Zweitliga-Topspielen nur in Derbys erfolgreich
Cottbus. Allein weil es heute Abend gegen Union Berlin geht, ist die Zweitliga-Partie des FC Energie (20.15 Uhr, Stadion der Freundschaft) keine normale Begegnung. Dass es zudem aber auch ein Montagsspiel ist, macht das Derby für den FCE besonders brisant. Denn zu diesem Arbeitstag haben die Cottbuser ein eher gespaltenes Verhältnis.

Derbygeschichten können sie bei Energie alle erzählen: Beispielsweise Trainer Claus-Dieter Wollitz, der 1988 bei Schalke gegen Dortmund als 22-Jähriger das 1:0-Führungstor für die Blau-Weißen beim 3:0-Heimsieg schoss. ,,Poah", schnauft der Coach in seiner unnachahmlichen Weise und will damit sagen: Das war schon ein äußerst beeindruckendes Erlebnis. Ähnliches könnte Marc-André Kruska von sich geben, der 2007 mit dem BVB den Schalkern mit einem 2:0-Sieg am vorletzten Spieltag noch die Meisterschaft verdarb. ,,Das war im Pott bei uns eine Riesensache", berichtet Kruska mit breitem Grinsen. Stanislav Angelov hingegen hat die berüchtigten Stadtderbys in Sofia miterlebt: ZSKA gegen Levski. Für Angelov besonders heikel, schließlich wurde er in der Jugend von ZSKA groß und wechselte später aber zu Levski. Die Palette der Derby-Erfahrungen dürfte bei dem Nationalspieler deshalb enorm groß sein, eines hat der 32-Jährige in Bulgarien jedoch nicht erlebt: Montagsspiele.

Diese Top-Begegnungen der 2. Bundesliga zur besten Fernsehzeit üben einen besonderen Reiz aus. Allerdings fa brizieren einige Teams sehr häufig auch die sprichwörtliche Montagsarbeit. Das heißt: Sie gehen in diesen Spielen häufig als Verlierer vom Platz. Wenn man so will, hat sich Energie in den vergangenen Jahren auch einen ausgewachsenen Montagsfluch herangezüchtet, vor allem in den Heimspielen. Von 14 Partien am Montagabend im Stadion der Freundschaft konnte der FCE gerademal drei gewinnen.

Der letzte Heimsieg beim TV-Livespiel liegt sechs Jahre zurück: Im August 2004 gab es ein 2:1 gegen Dynamo Dresden. Überhaupt, wenn etwas für Cottbus an diesem ominösen Spieltag ging, dann in den Ost-Derbys. Auch gegen Aue und den heutigen Gegner Union Berlin wurde gewonnen - diese Tatsache sollte der kleine Hoffnungsfunke für heute Abend sein. Zu gerne würde Claus-Dieter Wollitz nämlich später auch mal über diese Partie mit einem freudigen Schnaufer berichten: ,,Poah!" Von Jan Lehmann
26.4.2010
Einige Ticketkassen geschlossen – Cottbuser Stadtring gesperrt
Cottbus. Das Derby zwischen Energie und Union ist von den Sicherheitsbehörden erwartungsgemäß als „Risikobegegnung“ eingestuft worden. Deshalb gibt es wie gewohnt etliche Sicherheitsauflagen. Die RUNDSCHAU sagt, wie man am heutigen Montagabend trotzdem entspannt zum Fußballgucken kommt.

Fantrennung: Um keine unnötigen Zusammenstöße zu provozieren werden beide Fanlager weiträumig voneinander gertrennt. Energie-Fans kommen über den Haupteingang, den Zugang zur West- und Südtribüne über die Stromstraße und die Eingänge in der Osttribüne ins Stadion der Freundschaft. Gästefans gelangen ausschließlich über die Eingänge in der Südtribüne zu ihren Plätzen.

Tickets: Bis zum Wochenende waren bereits über 12 000 Karten im Vorverkauf abgesetzt worden. Wegen der Fantrennung sind nicht alle Kassen am Stadion geöffnet. Der FCE rechnet mit längeren Wartezeiten. So bleiben die Eingänge und Kassen am Wernersteg komplett geschlossen. Alternativ dafür sind an der Stromstraße Eingangsschleusen und Kassen eingerichtet.

Zufahrt: Der Cottbuser Stadtring ist ab 17 Uhr zwischen der Kreuzung Straße der Jugend und Willy-Brandt-Straße in beiden Fahrtrichtungen vollgesperrt. Gleichfalls sind die Parzellenstraße, die Stromstraße und der Wernersteg gesperrt beziehungsweise nur eingeschränkt nutzbar. Das gilt auch noch nach Spielende.
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