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Unser Wohnzimmer - Das Stadion der Freundschaft


Fassungsvermögen und Sichtverhältnisse

Das Stadion der Freundschaft verfügt über insgesamt 22.528 Plätze. Davon sind 10.949 überdachte Sitzplätze. Von den 11.425 Stehplätzen sind 7.795 ebenfalls überdacht. 154 Plätze im Rollstuhl- und Handicapbereich vervollständigen die Kapazität eines der engsten und damit stimmungsvollsten Bundesligastadien.

Der angestammte Fankern des FC Energie befindet sich auf der "Nordwand", der überdachten Stehtribüne. Von hier zieht sich die Stimmung durch alle Bereiche, weil auch der gesamte Sitzbereich "lautstark" auf das Spielgeschehen reagiert.

Sichtverhältnisse

Die Sichtverhältnisse gehen von allen Plätzen aus in Ordnung. Seit die Zäune vor der Ost- und Westtribüne weg sind und die Trainerbänke versenkt wurden, bieten auch die unteren Reihen in diesen Sitzplatzbereichen beste Sicht. Zudem sitzt man auf der Westtribüne hier nur zwei Meter von den Trainern entfernt und bekommt interessantes von der Trainerbank zu hören und zu sehen. Nach dem Bau der Südtribüne sind nun auch die letzten Reste der alten Kurve verschwunden und man ist im Stadion der Freundschaft überall nah am Geschehen.

Behinderten- und Rolliplätze

Die Plätze für unsere behinderten Fans befinden sich im Unterrang der Osttribüne. Dieser Bereich bietet 50 Rollstuhlfahrern und deren Begleitpersonen Platz. Hier befinden sich auch 34 Plätze für Menschen mit Behinderungen jeglicher Art und 10 kommentierte Blindenplätze für sehbehinderte Fans. Die Plätze sind über einen Aufzug zu erreichen, welcher neben der Kasse für die Blöcke U1 und J zu finden ist. An dieser Kasse gibt es auch die Tickets für Rollis und Behinderte. Selbstverständlich sind unsere Behindertenplätze überdacht und absolut barrierefrei. siehe auch INFORMATIONEN FÜR BEHINDERTE

Wichtige Informationen für Gäste:
Die Gästefans stehen in Cottbus in den zwei Blöcken N (Stehplatz unüberdacht) und O (Stehplatz überdacht). Zusätzlich sind die überdachten Sitzplätze im Block S1 auf der Südtribüne den Gästefans vorbehalten. Der Gästebereich ist über einen separaten Eingang an der Südseite des Stadions (Stadtring) zugänglich.

Speziell die "Nordwand" und auch die restlichen Stehplatzbereiche der Blöcke F1, F2, G, H, I und P sind die Heimat der Energie-Fans. Wir möchten darauf hinweisen, dass Probleme entstehen können, falls dort die Farben der Gastmannschaft getragen werden, bzw. provozierendes Verhalten (Fangesänge, Sprüche) auftritt. Daher wird in diesen Blöcken auch trotz gültiger Eintrittskarte den gegnerischen Fans der Zutritt verwehrt. Die Blöcke N, O und S1 sind ausschließlich für unsere Gästefans bestimmt.

Zuschauerbereich für Gastvereine: 2.297 Plätze
761 Stehplätze (unüberdacht, Block N)
796 Stehplätze (überdacht, Block O)
740 Sitzplätze (alle überdacht, Block S1)



 

Anfahrt

Mit der Bahn...

Vom Hauptbahnhof Cottbus per ca. 10minütigem Fußweg über den Stadtring. Dabei den Bahnhof hinter sich lassen und von der Vetschauer Straße über die Görlitzer Straße zum Stadtring. Den Stadtring immer gerade bergauf wo schon von weitem die Flutlicht-Masten zu sehen sind.

Mit dem Auto...

Aus Richtung Berlin:
Autobahn A15 bis Abfahrt Cottbus-West. Auf der B169 in Richtung Cottbus. Dann weiter auf der B168 in Richtung Guben. Stadion ist im Stadtgebiet ausgeschildert.

Aus Richtung Dresden:
Auf der Autobahn A13 Richtung Berlin bis zur Abfahrt Großräschen. Auf der B96, später auf der B169 bis nach Cottbus. Rest s.o.

Aus Richtung Forst/Polen:
Über die Autobahn A15 bis zur Abfahrt Cottbus-Süd und auf der B97 (Madlower Hauptstraße, später Dresdener Straße) immer geradeaus in Richtung B168 Guben. Stadion ist im Stadtgebiet ausgeschildert.

Anfahrt zum Download | PDF-Datei; ca. 100 kB

 

Empfohlene Parkplätze


Die Parkplätze am Stadion (Sandower Dreieck und Parzellenstraße) sind gebührenpflichtig und besitzten nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen. Wenn zudem noch Veranstaltungen im dem Stadion gegenüberliegenden Messezentrum stattfinden, ist die Suche nach einem Parkplatz fast aussichtslos.
Zu empfehlen sind deshalb gerade für ortsunkundige Besucher die Park+Ride-Plätze in der Stadt und an den Ausfallstraßen, die alle Anschluß an die Straßenbahn haben. Zusätzlich fahren hier Shuttlebusse direkt zum Stadion. Die Eintrittskarte berechtigt zur kostenlosen An- und Abreise mit Bussen und Bahnen der Cottbusverkehr GmbH.

Aus Richtung Berlin, Dresden, Senftenberg (über AS Cottbus-West und B169)

In Cottbus noch vor der ersten Kreuzung auf den P+R Sachsendorf an der B 169. Dann mit Straßenbahn Linie 4 in Richtung Neuschmellwitz bis Haltestelle Görlitzer Straße. Von hier zu Fuß noch ca. 5 Minuten über den Stadtring zum Stadion.

Aus Richtung Polen, Spremberg (AS Cottbus-Süd und B97)

Über die Madlower Hauptstraße (B 97) in Richtung Zentrum. An der Kreuzung Madlower Hauptstr/Hermann-Löns-Str. links ab und nach ca 500 m links auf den P+R "Thiemstraße". Dann mit Straßenbahn Linie 4 in Richtung Neuschmellwitz bis Haltestelle Görlitzer Straße. Von hier zu Fuß noch ca. 5 Minuten über den Stadtring zum Stadion.

Parkmöglichkeiten für Behinderte

Auf dem Parkplatz Sandower Dreieck sowie im Stadiongelände sind kostenlose Parkmöglichkeiten für Behinderte reserviert.

siehe auch INFORMATIONEN FÜR BEHINDERTE

Versorgung

Essen, Trinken

Mehrere Versorgungsstände in allen Bereichen des Stadions versorgen den Fan mit einer recht reichhaltigen Auswahl an preiswerten Snacks, angefangen von Bockwurst, Bratwurst, Currywurst, Mettbrötchen und Steaks bis zu Hot Dog oder Eiscreme. Neben den üblichen Erfrischungsgetränken wird in Cottbus auch echtes Bier gereicht - allein bei Risikospielen muß man mit der alkoholfreien Variante vorlieb nehmen. Darüber hinaus kann man in der Vereinskneipe "Energie-Eck" und in der Selbstbedienungsbar "Energie-Quelle" vorbeischauen, die während des Kicks frei zugänglich sind.

Lesen

Das "Energie Echo" ist das offizielle Stadionmagazin und erscheint mindestens zu jedem Heimspiel der Profimannschaft. Das prall gefüllte Heft im praktischen Pocketformat kostet 1 Euro und überzeugt durch eine solide Schreibe, ausführliche Interviews, alle maßgeblichen Tabellen und Statistiken sowie Berichte aus der Fanszene. Mit bis zu 72 Seiten pro Ausgabe zählt das "Energie Echo" zu den umfangreichsten der Liga.

Sanitäreinrichtungen

Sanitäreinrichtungen befinden sich in jedem der Stehblöcke sowie im Vereinsgebäude auf dem Vorplatz und im Bauch der Tribünen.
Der WC-Bereich für Rollstuhlfahrer befindet sich direkt im „Block für Menschen mit Behinderung“. Es stehen 4 voll ausgestattete Behindertentoiletten zur Verfügung, die den Ansprüchen der DIN 18024/18025 gerecht werden.

Übernachtungen

Fans, die in Cottbus übernachten, möchten wir das SORAT Hotel in der Cottbuser Innenstadt empfehlen. Das SORAT Hotel Cottbus ist das offizielle Partnerhotel des FC Energie Cottbus. Die Übernachtung gibt es ab 66 € (EZ) bzw. 76 € (DZ). Zudem bietet das SORAT Hotel ein Bundesliga-Packages inklusive Übernachtung und Eintrittskarten an.

SORAT Hotel Cottbus (4 Sterne, SORAT First Class)
Schlosskirchplatz 2, D-03046 Cottbus
Telefon (03 55) 784 40, Fax (03 55) 784 42 44
E-Mail: cottbus@sorat-hotels.com

Weitere Auskünfte und Tipps zu Übernachtung, Kunst und Kultur in Cottbus erhält man bei der Cottbus-Information (Postfach 101 235, 03012 Cottbus, Tel.: 03 55 / 2 42 54 55, Fax: 03 55 / 79 19 31)

Historische Entwicklung

Die ersten Pläne und Artikel über den Bau eines Cottbuser Stadions erscheinen bereits im Mai 1923 im Cottbuser Anzeiger. Doch noch zwei Jahre soll es dauern, bis aus der Idee ein Grundstein wird. Schließlich verbindet die Stadt den Bau des Stadions mit dem Bau eines Sommerbades. Gleichzeitig wird rechts und links der Spree gebaut. Hier ein Stadion, da ein Freibad. 1925 bauen vorwiegend Erwerbslose.
Im Mai 1926 veröffentlicht der Cottbuser Anzeiger unter dem Titel „Das Cottbuser Stadion-Projekt“ einen Lageplan, der Spiel- und Turnplätze, Tennisplätze, einen Mädchenspielplatz und die Festwiese (eigentlich Wettkampf- oder Spielfeld) mit Aschenlaufbahn und Zuschauerböschungen zeigt. Erst weitere vier Jahre später - im Frühjahr 1930 - erfolgte die Einweihung.

Bereits im August 1930 berichtet der Cottbuser Anzeiger von weiteren „Verbesserungen im Cottbuser Stadion“. Die neue Umkleidehalle mit Brausebadanlage, Waschräumen und Sanitätsanlagen und neue Büroräume werden vorgestellt. Und schon am Montag, 22. September 1930 erscheint die erste Sonderbeilage des Cottbuser Anzeigers, die dem neuen Stadion gewidmet ist.
In der Beilage „Lausitzer Turn- und Sportzeitung“ wird unter dem Titel „Das Weihefest auf den städtischen Sportplätzen“ vom Einweihungsfest berichtet: „1.500 Teilnehmer begeisterten eine Zuschauermenge, die man auf 5.000 Köpfe schätzen konnte. Ein Jugendfußballspiel zwischen Brandenburg und Fußballverein 1898 am Anfang des Festes (es endete 2:1 für Brandenburg) eröffnete das wechselvolle Programm in der geräumigen Anlage.“

1950 wurde das "Städtische Stadion" durch die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung in "Stadion der Freundschaft" umbenannt. Bedingt war die Namensänderung durch die politische Situation in der DDR. So richtig ernst wurde es im Oval aber erst Ende der 70er. Nach dem "Stadion der Eisenbahner" und dem "Max-Reimann-Stadion" wurde das 15.000 Zuschauer fassende "Stadion der Freundschaft" die neue Heimstätte der BSG Energie Cottbus. Trotz der frenetischen Unterstützung von den Rängen, wo sich teilweise mehr als 17.000 Fans drängten, mußte Energie immer wieder aus der DDR-Oberliga absteigen und präsentierte sich in den folgenden Jahren als "Fahrstuhltruppe" - für die Liga zu stark, für die Oberliga zu schwach.


Stadion der Freundschaft 1979 - im Hintergrund die Südkurve mit dem
Stadtring. Heute befinden sich dort die Südtribüne mit dem Gästebereich.

Trotzdem begann schon 1983 der Umbau der Stehtraversen, so daß das Stadion der Freundschaft 1985 für 18.000 Fans zugelassen wurde. Als die umfangreichen Baumaßnahmen im August 1988 entgültig beendet waren, konnte erstmals die neue und bei allen Gegnern schon bald gefürchtete Tribüne benutzt werden, von der aus die Mannschaft gnadenlos nach vorn gepeitscht wurde. Energie hielt sich drei Jahre am Stück in der Oberliga und die Fans erlebten eine große Zeit stimmungsvoller Heimspiele. Durchschnittlich fast 12.000 Fans kamen Ende der 80er Jahre in die als "schönstes Stadion der DDR" bezeichnete Arena, was den drittbesten Zuschauerschnitt in der DDR bedeutete.


Zuschauerboom Ende der 80er Jahre - Energie vor vollen Rängen in der Oberliga.

Zwei Gerüchte aus dieser Hoch-Zeit bewegen die Energie-Fans noch bis heute. Zum einen die Geschichte um eine Flutlichtanlage, die das Stadion der Freundschaft damals bekommen sollte. Hier sollen die fertigen Masten schon im Kraftwerk Jänschwalde gelegen haben, dann aber nach Brandenburg, daß sich für den UEFA-Cup qualifizierte, geliefert worden sein. Zum anderen eine Story um Pläne für ein mehr als 30.000 Zuschauer fassenden Allround-Stadion in Cottbus, dessen Bau die "Wende" verhinderte.


Die Westtribüne ist der älteste und wohl beliebteste Bau im Stadion. Die "alte
Tribüne" steht seit 1988 und ist schon vor Saisonbeginn durch Dauerkarten
nahezu ausverkauft. Viele Zuschauer haben hier seit 1988 nie den Platz gewechselt.


Das Gelände, auf dem das Stadion gelegen ist, befand und befindet sich seit der Übergabe durch die Treuhand im Februar 1993 im Besitz der Stadt. Als die Bundesgartenschau 1995 nach Cottbus vergeben wurde, bedeutete dies für das Stadion der Freundschaft umfangreiche Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Das brandenburgische Ministerium für Bildung, Jugend und Sport bezog die im denkmalgeschützten Eliaspark gelegene Sportanlage mit in den Förderplan ein und übernahm den Löwenanteil der Sanierungskosten in Höhe von 4,2 Millionen Mark. Für diese Summe wurden u.a. das Funktionsgebäude bzw. der Sozialtrakt rekonstruiert, der sog. "Verbinder" zwischen Umkleide und Sporthalle geschaffen, ein besandeter Kunstrasenplatz mit Beleuchtung sowie Verkehrsflächen etc. angelegt.
Nach dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinals durch den FC Energie im Jahre 1997 wurde im Stadion noch einmal richtig Hand angelegt. Einer Sauna und einem Entmüdungsbeckens für die Energie-Kicker folgte die am 15. April 1997 offiziel eingeweihte 18.000 Lux starke Flutlichtanlage.
Nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga mussten die DFB-Normen für den Bundesliga-Fußball erfüllt werden. So wurden die Traversen befestigt, die Zäune erneuert, ein Teleskop-Tunnel installiert, sowie eine Video-Überwachungsanlage errichtet. Im April 1998 wurde die Modernisierung des Stadions mit dem Bau einer Video-Anzeigetafel in der Südkurve fortgeführt.


Seit Sommer 2003 steht die Osttribüne. 2007 wurden im Unterrang aus 4.500 Steh-
2.000 Sitzplätze.


Das größte Bauprojekt im Stadion des FC Energie Cottbus nimmt die Lausitz mit Beginn der Saison 2003/2004 in Besitz. Im »Wohnzimmer« der Energie-Fans ist die neue zweigeschossige Osttribüne fertiggestellt. Mit einer neuen Brücke über die angrenzende Spree hat das Stadion zudem eine zweite Zufahrt bekommen.


Die Energie-Fans bekamen 2007 ihre "Nordwand" eine Stehtribüne mit 8.000
Plätzen (6.000 überdacht) --- nur 5 Meter hinter der Torauslinie.

Zur Saison 2007/08 entstand auf der Nordseite die neue "Nordwand" eine Stehtribüne aus Stahlrohr für 8.000 Fans. Die alte Kurve wird mit dem Neubau überbaut, der bis an das Spielfeld gezogen wird. 6.000 Fans stehen hier überdacht, an den Ecken entstehen zwei Blöcke mit 2.000 nicht überdachten Plätzen. Im Unterrang der Osttribüne sind dafür die 4.405 Stehplätze in 2.200 Sitzplätze gewandelt worden.


Die im Sommer 2008 erbaute Südtribüne bietet insgesamt ca. 6.000 Fans
beste Sicht auf das Spielgeschehen. Von den Blöcken N, O uns S1 aus erleben
ca. 2.300 Gästefans die Bundesliga-Atmosphäre im Stadion der Freundschaft.

Mit dem Bau der Südtribüne mit überdachten und nicht überdachten Stehplätzen sowie überdachten Sitzplätzen sind die Umbauarbeiten für die nahe Zukunft abgeschlossen. Das nun baulich geschlossene Stadion hat mit dem vorerst letzten Bauabschnitt in allen Bereichen deutlich an Komfort gewonnen. Schließlich bekam auch die altehrwürdige Westtribüne eine neue Bestuhlung und einen frischen Anstrich. Zuvor wurden hier schon die Presse- und VIP-Bereiche sowie die Kamera- und Reporterplätze modernisiert.

Das Stadion der Freundschaft muss nun im Bundesligageschäft keinen Vergleich mehr scheuen. Zwar gehört die Spielstätte des FC Energie nach wie vor zu den kleinsten Stadien, bietet aber aufgrund der Nähe zum Geschehen und der engen Bauweise weitaus mehr Fußballkultur als manche der modernen Arenen.

 

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